top of page

Gelungener Auftakt: Eisbären holen die ersten Punkte

vor 9 Stunden
3 Min. Lesezeit
Bild: Harry Schroll
Bild: Harry Schroll

Besser hätte der Bayernliga-Start kaum verlaufen können. Einzig ein Punkt mehr wäre noch drin gewesen. Vor 793 Zuschauern bezwangen die Eisbären die EA Schongau zum Saisonauftakt mit 5:4 nach Verlängerung (2:0/1:0/1:4/1:0). Was lange nach einem souveränen Heimsieg aussah, geriet im Schlussdrittel noch einmal gehörig ins Wanken, ehe Marcel Kunc in der Overtime für die Entscheidung und den Jubel sorgte.

Schon vor dem ersten Bully herrschte rund um das Stadion Betrieb: Rund 100 Fans zogen in einem Fanmarsch zur Halle, während sich am Saisonkarteneingang eine lange Schlange bildete. Personell musste Trainer Roman Klicznik auf den angeschlagenen Petr Ceslik verzichten. Im Tor stand Gustavs Samitis, als Backup fungierte Roman Jourkov. Schongau reiste mit 17 Feldspielern an, zwischen den Pfosten stand Daniel Blankenburg.


Die Eisbären erwischten einen nahezu perfekten Start und gingen früh in Führung. Tim Söldner zeigte beim 1:0 im Powerplay seine Gewieftheit: Der 19-Jährige spielte die Scheibe von hinter dem Tor an den Schoner von Blankenburg, von wo sie ins Tor fiel (3.). Keine anderthalb Minuten später legte Marek Rubner nach, als er einen Schuss von Marcel Kunc im Nachsetzen zum 2:0 verwertete. Das Geschehen war dabei keineswegs einseitig, denn Schongau kam durch Florian Stauder gleich zweimal zu Alleingängen, doch Samitis behielt beide Male die Oberhand. Auf der Gegenseite vergaben die Eisbären reihenweise gute Gelegenheiten, unter anderem bei einer Dreifachchance und einem sehenswerten Solo von Andreas Wiesler, an dem sich Blankenburg auszeichnete. So blieb es nach 20 Minuten beim verdienten, aber angesichts der Möglichkeiten knappen 2:0.

Auch im Mittelabschnitt blieb Burgau die tonangebende Mannschaft. Jannik Liebs scheiterte am Pfosten, ehe Louis Herbrik nach einem mustergültigen Zuspiel von Maximilian Kaschner aus der Ecke das 3:0 besorgte (29.). Das Chancenplus lag weiter klar auf Seiten der Eisbären, die Blankenburg mehrfach forderten. Schongau war jedoch keineswegs ungefährlich. Die Mammuts erarbeiteten sich ebenso gefährliche Chancen, doch war Gustavs Samitis stets zur Stelle und stoppte die Scheibe beispielsweise einmal nahezu auf der Torlinie. Mit einer weiteren Glanzparde in der 39. Spielminute vereitelte der 24-Jährige einen Konter der Gäste und hielt damit die Null bis zum Drittelende. Mit einer komfortablen Drei-Tore-Führung ging es in die zweite Pause.

Was dann folgte, hatte sich zuvor kaum angedeutet. Ein frühes Powerplay in der 43. Minute brachte die Gäste zurück ins Spiel: Niklas Greil verkürzte sehenswert auf 3:1 und traf nur 44 Sekunden später im Konter erneut zum 3:2. Die Eisbären waren kurz von der Rolle, stabilisierten sich aber wieder und so ging es weiter mit hohem Tempo in beide Richtungen. Burgau antwortete zunächst passend, als Herbrik nach einem Querpass von Söldner im Gegenstoß auf 4:2 stellte (49.). Doch Schongau blieb dran und drückte mit aller Macht. In der 55. Minute verkürzte der Kanadier Kurt Sonne auf 4:3 und glich schließlich nur 42 Sekunden vor dem Ende bei bereits gezogenem Torhüter zum 4:4 aus: Der Lohn für eine engagierte Schlussphase, in der sich die Eisbären phasenweise nicht mehr aus der eigenen Zone befreien konnten.


In der Overtime währte die Spannung nur kurz. Marek Rubner fing einen Fehlpass der Mammuts in der neutralen Zone ab, bediente Marcel Kunc vor dem Tor, der den Puck über die Linie drückte. Endstand somit 5:4 für die Markgrafen, Schlusspunkt und Erlösung zugleich. Fans wie Mannschaft ließen ihren Emotionen freien Lauf. Unterm Strich ein gelungener, wenn auch zittriger Start in die Saison. Die Eisbären nehmen die ersten beiden Punkte mit, dürften aus dem Einbruch im Schlussdrittel aber auch ihre Lehren ziehen.

Weiter geht es kommenden Freitag zuhause gegen den ESV Buchloe, bevor das erste Auswärtsspiel am Sonntag in Landsberg steigt.


Endstand: ESV 4:2 n.V. EA (2:0/1:0/1:4/1:0) // Strafen: ESV 8 Minuten; EA 6 Minuten // Zuschauer: 793


1:0 - 02:25 Söldner (Widowitz, Ballner) - +1

2:0 - 03:52 Rubner (Kunc) - EQ

3:0 - 28:48 Herbrik (Kaschner, Söldner) - EQ

3:1 - 42:25 Greil - +1

3:2 - 43:09 Greil (Pfleger) - EQ

4:2 - 48:30 Herbrik (Söldner, Kaschner) - EQ

4:3 - 54:39 Sonne (Krabbat) - EQ

4:4 - 59:18 Sonne (Skvarek) - EQ

5:4 - 60:24 Kunc (Rubner) - EQ

bottom of page