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Eisbären ziehen ins Halbfinale ein

Der ESV Burgau steht wie schon in der vergangenen Saison im Halbfinale der Eishockey-Landesliga. Die Eisbären gewannen bei den Wanderers Germering mit 1:5 (0:3/1:0/0:2) und setzten sich damit mit zwei Siegen in der Best-of-Three-Serie durch. Der Gegner der Burgauer für das am kommenden Sonntag stattfindende Semifinale steht noch nicht fest. Neben den Markgräflern zog auch schon der EHC Waldkraiburg in das Halbfinale ein. Zum Spiel in die Münchner Vorstadt waren knapp 150 Burgauer Zuschauer angereist. Die Eisbären-Fans machten gehörig Stimmung und verwandelten das Auswärtsspiel in ein Heimspiel.

ESV-Trainer Erwin Halusa konnte auf die selbe Aufstellung wie schon am Freitag vertrauen. Die Wanderers boten zwei Goalies und 16 Feldspieler auf. Im Kasten der Gastgeber spielte erst einmal Emanuel Geiger. Franziska Albl, die im ersten Spiel in Burgau noch zu Spielbeginn zwischen den Pfosten gestanden war, nahm auf der Bank Platz.

Die Eisbären erwischten einen Blitzstart. Schon nach 45 Sekunden brachte Max Arnawa seine Farben in Front. Das Zuspiel zu diesem Treffer hatte Marc Barchmann gegeben. Nur weitere 45 Sekunden später stand es 0:2 für den ESV. Torschütze war Patrik Kozlik, der alleine auf Torwart Geiger zusteuerte und eiskalt verwandelte. In der achten Minute kamen die Gastgeber erstmals gefährlich ins Burgauer Drittel. Als eine Strafe gegen Oleh Novykov angezeigt war und ein sechster Germeringer Feldspieler auf der Platte stand, musste ESV-Schlussmann Philipp Schnierstein zwei Mal parieren. Nur 46 Sekunden nach Novykov nahm sein Mannschaftskamerad Petr Ceslik auf der Strafbank Platz. Die Burgauer mussten also für 74 Sekunden in doppelter Unterzahl spielen. Mit großem Einsatz und einem top aufgelegtem Schnierstein überstanden die Eisbären diese prekäre Situation. In der 18. Minute schwächten sich die Germeringer selber. Konstantin Kolb fuhr einen üblen unkorrekten Körperangriff gegen Patrik Kozlik. Der Burgauer lag mehrere Minuten lang auf dem Eis, ehe er mit der Unterstützung seiner Mitspieler in die Kabine gehen konnte. Für Kozlik war die Partie zwar gelaufen, aber zum Glück fühlte er sich im späteren Verlauf des Spiels wieder in der Lage bei seinen Teamkollegen zu stehen und am Ende mit diesen zu feiern. Die Schiedsrichter hatten nach diesem brutalen Foul keine andere Wahl als gegen Kolb eine fünfminütige Zeitstrafe und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe auszusprechen. In der Burgauer Überzahl täuschte David Ballner die Germeringer und schoss per Bauerntrick mit der Rückhand zum 3:0 für die Eisbären ein.

Im zweiten Drittel kam dann Franziska Albl zwischen die Germeringer Pfosten. Die Ex-Eisbärin wurde von den Burgauern gleich warm geschossen. Abschlüsse von Ballner, Sven Gäbelein und Marvin Mändle wurden zur sicheren Beute der Torfrau. In der 32. Minute kamen die Gastgeber zu ihrem einzigen Treffer des Abends. Torschütze war Dmitrij Metelkov. Der Russe überwand Keeper Schnierstein aus kurzer Distanz. Jetzt machten die Germeringer mächtig Druck. Doch Philipp Schnierstein und seine Vorderleute kämpften um jeden Puck und brachten eine der wohl besten Sturmreihen der Landesliga, mit den Protagonisten Daniel Menge, Dennis Sturm und dem filigranen Schlittschuhläufer Michael Fischer, an den Rand der Verzweiflung.

Im Schlussdrittel waren knapp fünf Minuten gespielt als der Frust der Germeringer sich in einem weiteren brutalen Foul entlud. Benedek Radvanyi wurde von hinten in die Bande gecheckt. Übeltäter war Andreas Schmelcher, der für diese Aktion für fünf Minuten in die Kühlbox durfte. Benedek ging zum Glück unverletzt aus dieser Aktion heraus und brauchte nur das ein oder andere Pflaster an der Stirn. Als in dieser Überzahl Marc Barchmann seinen Sturmpartner Petr Ceslik bediente und dieser sein 37. Saisontor erzielte, war die Partie gelaufen. Auf 1:5 erhöhte David Ballner in der 51. Minute. Der Topscorer ließ Franzi Albl nach einem Alleingang keine Chance. Kurz vor Ende des Spiels mussten die Markgrafen erneut in Unterzahl agieren. Germering zog erneut ihre Torhüterin zugunsten eines weiteren Feldspielers. Doch die Eisbären brachten die Scheibe heraus aus ihrem Drittel. David Zachar jagte dem Puck hinterher, nahm die von der Germeringer Bande hinter der Grundlinie zurückprallende Scheibe an und jeder sah diese schon im leeren Tor der Hausherren liegen, aber die Schiedsrichter pfiffen einen vermeintlichen unerlaubten Weitschuss. Nach dieser Fehlentscheidung wurden die verbliebenen Minuten vom Mittelbully weg angepfiffen und von den Mindelstädtern klug heruntergespielt. Die Burgauer Fans bejubelten ihre Truppe noch minutenlang nach Spielende. Auch in der Kabine war die Freude über den erneuten Halbfinaleinzug natürlich riesengroß.

Die Eisbären haben somit am Freitag spielfrei. Am Sonntag (10. März) geht es dann um 18:00 Uhr in der Burgauer Eishalle erneut ums Ganze und den Einzug ins Finale.

Wir gehen davon aus, dass wir am kommenden Sonntag beim Spiel 1 des Halbfinales an die Kapazitätsgrenze der Eishalle kommen werden. Deshalb bitten wir alle Fans schon vorab an unseren bekannten Vorverkaufsstellen (HIER) Tickets für das Spiel zu erwerben. Wenn unser Ticketkontingent am Sonntag aufgebraucht ist, müssen wir die Abendkasse leider schließen! Saisonkartenbesitzer haben natürlich eine Einlassgarantie.

 

Endstand: Wanderers 1:5 ESV (0:3/1:0/0:2) // Strafen: Wanderers: 20Minuten + 20 Minuten Disziplinarstrafe ; ESV: 14 Minuten //Zuschauer: 611

 

0:1 Arnawa (Barchmann); 0:2 Kozlik (Radvanyi); 0:3 Ballner; 1:3 Metelkov (Reichel); 1:4 Ceslik (Barchmann); 1:5 Ballner

 

Eisstadion Burgau

Badstraße 10

89331 Burgau

vorstand@eisbaeren-burgau.de

 

 

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