Sieben Tore reichten nicht aus
- scholtzsteffen
- 18. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Vor 628 Zuschauern, darunter rund 120 lautstarke Burgauer Fans, die gemeinsam mit den Heimanhängern über die gesamten 60 Minuten für eine starke Stimmung sorgten, lieferten sich der ESC Geretsried und der ESV Burgau einen offenen, intensiven Schlagabtausch mit insgesamt 15 Toren.
Die Eisbären mussten dabei auf Tim Söldner und Emil Malysjev verzichten, die krankheitsbedingt fehlten, Marc Miedl war bei der U20 im Einsatz. Ebenfalls nicht dabei waren Niklas Dörrich, Luca Imminger und Philipp Schnierstein. Im Tor startete Roman Jourkov, Louis Waaßmann reiste als Backup mit. Auch Geretsried ging mit 18 Feldspielern ins Spiel, im Tor stand Korbinian Sertl.
Der Start verlief denkbar ungünstig für den ESV: Nach nur zehn Sekunden nutzte Maximilian Zöhren eine glückliche Scheibenannahme zum frühen 0:1. Ein früher Nackenschlag für die Eisbären. Burgau fand danach zwar besser ins Spiel, hatte durch David Zachar, Andi Wiesler und Mikko-Matti Paakkola erste Abschlüsse, doch Geretsried blieb effizient. Nach dem verdienten 1:1-Ausgleich durch Andi Wiesler (7.), der sich stark von außen nach innen durchtankte, leisteten sich die Eisbären einen gravierenden Fehler im Spielaufbau. Diesen bestrafte der ESC eiskalt. Ondrej Horvath war plötzlich alleine vor Jourkov und traf in eigener Unterzahl zum 1:2 (12.), ehe Anton Egle kurz vor der Pause zu viel Raum bekam und auf 1:3 erhöhte (18.). Drei Fehler, drei Gegentore.
Auch im zweiten Drittel tat sich Burgau zunächst schwer gegen das aggressive Forechecking der Gastgeber. Jourkov hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel, ehe David Ballner mit einem sehenswerten Solo über außen auf 2:3 verkürzte (27.). Doch erneut antwortete Geretsried prompt: Horvath staubte im Gewühl vor dem Tor zum 2:4 ab (29.). Die Eisbären zeigten jedoch Kampfgeist. Moritz Vehkakoski traf im Powerplay mit einem satten Handgelenksschuss zum 3:4 (31.). Das Spiel blieb wild: Tore von Horvath (33.) und Oliver Ott (37.) konterte Burgau mit starkem Kombinationsspiel. Zachar auf Ballner, der zum 4:6 einnetzte (38.). Spätestens jetzt war Burgau voll im Spiel und drückte auf den Anschluss, doch weder Petr Ceslik, noch David Ballner konnten ihre großen Chancen vor der Pausensirene nutzen.
Im Schlussdrittel erhöhten die Eisbären nochmals den Druck. Sven Gäbelein brachte sein Team mit einem Powerplay-Schlagschuss von der blauen Linie auf 5:6 heran (48.), ehe David Ballner im Alleingang den viel umjubelten 6:6-Ausgleich erzielte (52.). Doch erneut sollten die Special Teams entscheiden: Ihre einzigen beiden Powerplays nutzte Geretsried konsequent durch Dominik Soukop (55.) und Anton Egle (59.) aus. Zwar verkürzte Moritz Vehkakoski bei angezeigter Strafe noch einmal per Direktabnahme auf 7:8 (60.), doch der erneute Ausgleich blieb den Eisbären verwehrt.
Die Markgrafen zeigten erneut große Moral und kämpften sich nach wackligen ersten 30 Minuten eindrucksvoll zurück. Am Ende entschieden die Hausherren jedoch die Partie für sich. Spieler des Abends wurden David Ballner und Ondrej Horvath.
Endstand: ESC 8:7 ESV (3:1/3:3/2:3) // Strafen: ESC 8 Minuten – ESV 6 Minuten // Zuschauer: 628
Tore:
1:0 - 00:10 Egle (Strobl) - EQ
1:1 - 06:57 Wiesler (Bartuli, Schreiner) - EQ
2:1 - 11:10 Horvath (Hochstraßer) - -1
3:1 - 17:42 Egle (Frankenberg, Strobl) - EQ
3:2 - 26:54 Ballner (Zachar, Wiesler) - EQ
4:2 - 28:31 Horvath (Egle) - EQ
4:3 - 30:04 Vehkakoski (Gäbelein, Arnawa) - +1
5:3 - 32:19 Horvath (Egle) - EQ
6:3 - 36:32 Ott (Fissekis, Hüsken) - EQ
6:4 - 37:38 Ballner (Zachar, Vehkakoski) - EQ
6:5 - 47:58 Gäbelein (Arnawa, Radvanyi) - +1
6:6 - 51:34 Ballner (Ceslik) - EQ
7:6 - 54:20 Soukop (Hüsken) - +1
8:6 - 58:04 Egle (Hochstraßer, Fissekis) - +1
8:7 - 59:24 Vehkakoski (Wiesler, Paakkola) - EQ



