Später Ausgleich mit bitterem Ende in der Overtime
- scholtzsteffen
- vor 1 Tag
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Mit einem Punkt im Gepäck und 16 Zählern auf dem Konto verabschieden sich die Eisbären aus der Bayernliga-Vorrunde. Vor 708 Zuschauern und einer beeindruckenden Choreografie der aktiven Fanszene vor dem Spielbeginn, unterlagen die Markgrafen dem TEV Miesbach in einem spannenden Spiel, das erst in der Verlängerung sein Ende fand, mit 2:3 (0:1/1:0/1:1/0:1).
Personell mussten die Eisbären auf David Heinrich (pausierte) und Sven Gäbelein (krank) verzichten, dafür rückten Niklas Dörrich und Marc Miedl zurück ins Lineup. So hatte Fabio Carciola erneut 22 Spieler zur Verfügung. Im Tor startete Gustavs Samitis, Roman Jourkov stand als Backup bereit. Die Gäste aus Miesbach waren personell gebeutelt und reisten mit nur 15 Feldspielern an, Philipp Lehr hütete deren Tor.
Das Spiel begann verhalten, doch Burgau setzte früh die ersten Akzente. David Zachar, Max Petzold und David Ballner sorgten in den Anfangsminuten für Gefahr, während Miesbach nur vereinzelt zu Abschlüssen kam, die jedoch nicht minder gefährlich waren. So waren es auch die Oberbayern, die zuerst in Führung gingen. In der 15. Minute traf Matej Pekr mit einem Schlagschuss vom Bullypunkt für die Gäste. Trotz guter Chancen auf beiden Seiten blieb es bis zur Pause beim knappen Rückstand. Ein ausgeglichenes Drittel mit mehr Chancen für die Eisbären, die jedoch ungenutzt blieben.
Im zweiten Abschnitt erhöhte Burgau den Druck. Mikko-Matti Paakkola traf früh den Pfosten, Wiesler und Ceslik scheiterten mehrfach aus aussichtsreicher Position am gut aufgelegten Lehr. Bei einem Schuss von Ceslik in der 24. Minute kullerte der Puck nur um wenige Zentimeter an den Pfosten statt über die Linie. Nur wenig später vereitelte Gustavs Samitis auf der anderen Seite spektakulär eine Doppelchance der Gäste. Es dauerte bis zur 32. Spielminute, ehe sich die Markgrafen belohnen konnten. In Überzahl fiel schließlich der verdiente Ausgleich: Andreas Wiesler drückte die Scheibe von der Seite über die Linie. Auch danach blieb Burgau am Drücker, musste aber beim dritten Miesbacher Powerplay defensiv hellwach bleiben, um nicht in Rückstand zu geraten. Beide Teams hatten noch weitere gefährliche Abschlüsse, doch es ging mit dem 1:1 in die zweite Pause.
Das dritte Drittel begann wie schon am Freitag denkbar unglücklich für die Eisbären: Patrick Asselin fälschte einen Schuss unhaltbar für Samitis zum 1:2 ab (41.). Die Eisbären suchten die Antwort, ließen jedoch mehrere Hochkaräter liegen. Zachar, Paakkola und Ceslik vergaben aus aussichtsreicher Position. Miesbach verteidigte geschickt und mit viel Ehrgeiz , doch Burgau blieb weiter dran. Beide Torhüter waren ein ums andere Mal gefordert. So vereitelte Gustavs Samitis in der 54. Minute in eigener Überzahl einen möglichen Shorthander von Matej Pekr und hielt seine Mannschaft so weiter im Spiel. In der Schlussphase nahm Cheftrainer Fabio Carciola zwei Minuten vor Ende seinen Torhüter vom Eis. Und dieses Mal mit Erfolg: Petr Ceslik erzielte 77 Sekunden vor Schluss den vielumjubelten 2:2-Ausgleichtreffer aus kurzer Distanz. Der Druck auf Miesbacher Seite war nun immens, denn nur ein Sieg mit drei Punkten hätte ihnen weitergeholfen. So nahm Dusan Frosch eine Minute vor Schluss eine Auszeit und seinen Torhüter Philipp Lehr vom Eis. Die Spannung erhöhte sich nun umso mehr als David Zachar bei 47 noch verbliebenen Sekunden auf der Uhr auf die Strafbank musste. Sechs Miesbacher standen nun vier Eisbären gegenüber, doch die Hausherren kämpften aufopferungsvoll bis zur Schlusssirene.
In der Verlängerung starteten die Markgrafen in numerischer Unterzahl und erneut war es Miesbach mit mehr Scheibenglück: Matej Pekr entschied die Partie nach 51 Sekunden indem er einen Schuss von Patrick Asselin unhaltbar für Samitis ins Tor abfälschte.
Damit endet die Vorrunde für die Eisbären mit einem Punktgewinn und einer engagierten Leistung. Besonders bitter: Chancen und Spielanteile hätten durchaus mehr zugelassen. Da Amberg zeitgleich ihr Heimspiel gewinnen konnten, rutschten die Eisbären am letzten Spieltag wieder auf den 16. Platz ab. Nun geht es in eine kurze Pause, ehe am 6. Februar die Abstiegsrunde beginnt. Zwei der drei Gegner in der kommenden Gruppe stehen mit dem ESV Buchloe und dem EC Pfaffenhofen bereits fest. Der dritte Gegner wird nach den Pre-Playoffs feststehen. Nach den Durchführungsbestimmungen ist dieser der 10. Platz der Hauptrunde bzw. der zweitbeste Verlierer der Pre-Playoffs.
Endstand: ESV 2:3 n.V. TEV (0:1/1:0/1:1/0:1) // Strafen: ESV 6 Minuten; TEV 10 Minuten // Zuschauer: 708
Tore:
0:1 - 14:45 Pekr (Asselin) - EQ
1:1 - 31:28 Wiesler (Arnawa, Vehkakoski) - +1
1:2 - 40:43 Asselin (Feuerreiter) - EQ
2:2 - 58:43 Ceslik (Zachar) - EQ
2:3 - 60:51 Pekr (Asselin) - +1



