Gäste zeigen ihre Qualität beim Blaulichtspiel

Gegen spielstarke Pinguine aus Königsbrunn hatten die Markgrafen am Freitag einen schweren Stand. Vor 968 Zuschauern in der heimischen Eishalle stand am Ende eine 1:7-Niederlage. Rund 200 Einsatzkräfte waren der Einladung der Eisbären zum Blaulichtspiel gefolgt. Ihnen gilt unser Dank für ihr Kommen. Ebenso sorgte ein voller Gästefanblock gemeinsam mit den heimsichen Fans für eine tolle Stimmung in der Eishalle. Der Headcoach der Eisbären hatte erstmals seit längerem wieder fast die komplette Mannschaft zur Verfügung. Lediglich Stürmer Lukas Widowitz fehlt neben dem verletzten Max Schieskow weiterhin krankheitsbedingt. Verstärkt wurden die Burgauer von Niklas Schweyer, Förderlizenzspieler der AEV-U20. Roman Jourkov bekam seinen Einsatz, Gustavs Samitis fungierte als Backup.
Der EHC Königsbrunn unter dem neuen Trainerduo Matthias Forster und Co-Trainer Pascal Rentel startet druckvoll in die Partie. In der 3. Minute muss zum ersten Mal ein Eisbär für zwei Minuten auf das Sünderbänkchen. Er hat noch nicht richtig Platz genommen, da heißt es schon 1:0 für die Pinguine. Ein Königsbrunner passt von hinter dem Tor auf Peter Brückner, der ungedeckt vor dem Eisbären-Tor steht. Aus kurzer Distanz schiebt er die Scheibe zwischen den Schonern von Jourkov durch. In der Folge hält Burgau gut mit, ist aber nicht zwingend vorm gegnerischen Tor. Ganz anders die Königsbrunner: Sie erzielen in der 13. Minute das 2:0 nach einem ganz ähnlichen Schema wie beim ersten Tor. Torschütze Philipp Markgraf zielt aufs kurze Eck und der Puck rutscht Jourkov zwischen Pfosten und Oberkörper durch. Schon eine Minute später hätte es 3:0 stehen können, als zwei Pinguine unbedrängt auf den Burgauer Goalie zustürmen. Aber Jourkov verhindert mit einer starken Parade den Einschlag. Zwei Minuten später war es dann aber soweit: Tobias Baader erhöht mit einem Abstauber für die Brunnenstädter auf 3:0. Jourkov will die Scheibe aus dem Gefahrenbereich stochern und schiebt den Puck unglücklich auf die Kelle des Pinguin-Stürmers, der ins lange Eck zielt (16.). Kurz darauf geht es mit der komfortablen Führung des EHC in die Pause.
Aus privaten Gründen verpasste David Zachar noch das erste Drittel, konnte nun aber ebenfalls mitmischen. Direkt in seinem ersten Wechsel konnte er im Alleingang vor Hetzel ziehen, wurde aber entscheidend von Niklas Länger gestört, der damit die erste 2-Minuten-Zeitstrafe gegen die Brunnenstädter zog. Aber die Burgauer kommen während des gesamten Überzahlspiels nicht in ihre Powerplay-Positionen. Nur wenig später pariert Jourkov einen Alleingang nach einem Fehlpass seiner Vordermänner sensationell. Als dann in der 28. Minute ein Eisbär für zwei Minuten Platz nehmen darf, markiert Niklas Länger in der 29. Spielminute das nächste Tor. In Überzahl steht er goldrichtig und trifft den Rebound mit einem platzierten Schuss zum 4:0 ins Eisbärengehäuse. Kurz darauf kommt es noch schlimmer für die Markgrafen: Bei einer Zwei-auf-eins-Situation netzt Peter Brückner in der 31. Minute eiskalt zum 5:0 ein. Das nächste 2-Minuten-Unterzahlspiel ab der 33. Minute übersteht Burgau schadlos. In der 38. Minute muss der nächste Eisbär für zwei Minuten auf das Sünderbänkchen. Eine Minute später trifft es Königsbrunn. Nach einem groben Foul von Kilian Steinmann gibt es für diesen eine 2min plus 5min plus einer Spieldauer-Disziplinarstrafe. Die im 2. Abschnitt verbleibenden zwei Minuten in Überzahl kann Burgau nicht für sich nutzen.
Ins letzte Drittel starten die Markgrafen noch mit fünf Minuten in Überzahl. Aber die Pinguine überstehen das Burgauer Powerplay unbeschadet. Fast wäre ihnen sogar noch ein Shorthander gelungen. Das Powerplay bleibt eine große Baustelle der Markgrafen. In der 48. Minute fällt dann das 6:0 für Königsbrunn. Bei dem Pinguin-Angriff steht Steffen Tölzer sträflich frei vor dem Eisbären-Tor. Per Direktabnahme trifft er zum 6:0 in die Maschen. Nur eine Minute später gelingt Burgau der Ehrentreffer. Maxi Kaschner geht mit dem Puck aus dem eigenen Drittel auf das Tor von Pinguin-Goalie Nicolas Hetzel zu. Seinen Schuss legt er links am Tor vorbei. Den Abpraller von der Bande greift er direkt wieder auf und lupft ihn kunstvoll und mit etwas Glück über Hetzel ins Tor. Burgau versucht noch einmal, den Druck zu erhöhen, doch nachlegen können sich nicht mehr. Nachdem sich Königsbrunn wieder im gegnerischen Drittel festgebissen hat, verwandelt Anton Seidel ein Zuspiel von Niklas Länger, der zuvor das Tor der Markgrafen umkurvt hat, zum 7:1-Endstand.
Gegen starke Königsbrunner gab es für die Eisbären nichts zu holen am Blaulichtspieltag. Bedingt durch den großen Druck der Brunnenstädter leistete sich Burgau zu viele Abspielfehler und Puckverluste. Roman Klicznik konstatierte einen Klassenunterschied: „Wir waren oft einen Schritt zu spät, haben aber bis zum Ende gekämpft. Aber wir können daraus viel lernen.“
Morgen geht es gegen den Tabellenletzten und Aufsteiger aus Dorfen. Noch sind Plätze im Fanbus frei.
Endstand: Eisbären 1:7 Pinguine (0:3/0:2/1:2) // Strafen: Eisbären 8 Minuten; Pinguine 11 Minuten + 20 Minuten (Steinmann) // Zuschauer: 968
0:1 – 02:57 Brückner (Bullnheimer, Stange) - +1
0:2 – 12:59 Markgraf (Baader, Riedl) - EQ
0:3 – 15:42 Baader (Baur, Riedl) - EQ
0:4 – 28:42 Länger (Bullnheimer, Rodrigues) - +1
0:5 – 30:25 Brückner (Rodrigues, Kaiser) - EQ
0:6 – 47:09 Tölzer (Bullnheimer, Rodrigues) - EQ
1:6 – 48:11 Kaschner (Petzold) - EQ
1:7 – 56:20 Seidel (Länger, Markgraf) - EQ



