top of page

Erstes 6-Punkte Wochenende für die Eisbären

Bild: Harry Schroll
Bild: Harry Schroll

Der ESV Burgau bleibt in der Erfolgsspur und feiert mit einem hart erkämpften 2:1 (1:0/0:1/1:0) gegen den EHC Waldkraiburg den dritten Sieg in Folge. Vor 769 Zuschauern im Burgauer Eisstadion holten die Eisbären damit ein perfektes Sechs-Punkte-Wochenende, gaben die rote Laterne an Amberg ab und verbesserten sich damit auf Tabellenplatz 15.

Marc Miedl und Luca Imminger standen am Sonntag parallel bei ihren U20-Mannschaften auf dem Eis, sodass Burgau mit nur fünf Verteidigern und vier Sturmreihen antreten musste. Dafür kehrte Max Arnawa ins Line-up zurück. Im Tor startete erneut Philipp Schnierstein, der an diesem Abend zu den prägenden Akteuren zählte. Waldkraiburg reiste mit nur 15 Feldspielern an, im Tor stand Maximilian Englbrecht.


Waldkraiburg erwischte den besseren Start, gewann das Eröffnungsbully und setzte die Defensive der Markgrafen in den ersten Minuten mehrfach unter Druck. Erst ab der vierten Minute kamen die Eisbären besser ins Spiel, insbesondere die vierte Reihe sorgte früh für etwas Entlastung. Schnierstein zeigte sich bereits in der sechsten Minute hellwach und vereitelte einen gefährlichen Zwei-auf-eins-Konter mit dem Abschluss von Andris Dzernis. Mit zunehmender Spielzeit übernahm Burgau mehr Kontrolle. Ein gutes Powerplay brachte erste Chancen, ehe der umjubelte Führungstreffer fiel: Sven Gäbelein kam in der 12. Minute direkt von der Strafbank, wurde von Tim Söldner perfekt bedient und vollendete eiskalt zum viel umjubelten 1:0 Führungstreffer. In der Folge hatten Ballner und Zachar weitere Hochkaräter, die von Englbrecht vereitelt werden konnte, auf der Gegenseite kratzte ein Burgauer Verteidiger spektakulär den Puck von der Linie.


Im zweiten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Schnierstein glänzte mehrfach, unter anderem mit einem starken Dreifach-Save, während Englbrecht im Waldkraiburger Tor ebenfalls kaum zu überwinden war. Burgau erhöhte ab der 25. Minute weiter den Druck, verpasste jedoch die mögliche Vorentscheidung. Wiesler, Ballner, Söldner, Malysjev oder Zachar ließen den Goalie der Löwen nicht zur Ruhe kommen. Neun Sekunden vor der zweiten Pause schlugen die Gäste eiskalt zu: Topscorer und Kapitän Nico Vogl nutzte einen schnellen Konter und traf mit der Rückhand zum 1:1 Pausenstand. Damit waren die Karten für das letzte Drittel neu gemischt und die Spannung blieb weiter auf dem Höhepunkt.


Auch im Schlussabschnitt nahm das Spiel nicht an Intensität ab und entwickelte sich zu einer erneuten Nervenschlacht. Chancen gab es hüben wie drüben, beide Torhüter lieferten sich ein echtes Goalie-Duell. Auch beide Fanlager gaben auf den Rängen alles, um ihre Mannschaft auf die Siegesspur zu bringen. In der 51. Minute ging es dann ganz schnell. Max Petzold passte den Puck im Drittel der Löwen zu Nico Miedl, der zog trocken von der blauen Linie ab, sein Schuss rutschte durch Freund und Feind hindurch und fand den Weg zum 2:1 ins Netz. Die Eishalle viel in Ekstase. Das dritte Saisontor des 22-jährigen Verteidigers war auch zeitgleich das Game-Winning-Goal, denn Waldkraiburg warf zwar in der Schlussphase alles nach vorne, schnupperte im Powerplay mehrfach am Ausgleich und nahm 95 Sekunden vor dem Ende den Torhüter vom Eis, doch die Eisbären und Philipp Schnierstein hielten dem Druck stand und sicherten den umjubelten Heimsieg. Sekunden vor dem Ende verpasste Gäbelein sogar noch knapp das leere Tor.


Ein intensives, schnelles und hochspannendes Spiel, das beste Werbung für den Eishockeysport war. Erneut zeigten die Mindelstädter 60 Minuten lang eine geschlossene Mannschaftsleistung, kämpften für jede Scheibe, jeden Zentimeter und warfen sich wenn nötig in die Schüsse rein. Die Eisbären belohnen sich damit für große Moral und mannschaftliche Geschlossenheit. So gehen sie nun mit ordentlich Rückenwind in die Schlussphase der Bayernliga Vorrunde.


Endstand: ESV 2:1 EHC (1:0/0:1/1:0) // Strafen: ESV: 8 Minuten; EHC 8 Minuten // Zuschauer: 769


Tore:

1:0 - 11:58 Gäbelein (Söldner, Malysjev) - EQ

1:1 - 39:51 Vogl (Dzernis, Sramek) - EQ

2:1 - 50:32 Miedl (Petzold, Söldner) - EQ

bottom of page