Eisbären tüten Klassenerhalt ein
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Die Eisbären Burgau haben es geschafft: Mit einem 6:2-Heimsieg (0:0/3:2/3:0) gegen den EHC Waldkraiburg vor 809 Zuschauern im Burgauer Eispalast entscheiden die Markgrafen die Playdown-Halbfinalserie mit 3:1 für sich und sichern sich damit den Klassenerhalt in der Bayernliga. Rund 40 Fans aus Waldkraiburg waren ebenfalls angereist und sorgten gemeinsam mit dem lautstarken Burgauer Publikum für eine bombastische Stimmung.
Im Vergleich zum Freitag lief bei den Eisbären das gleiche Lineup auf, lediglich im Tor gab es einen Wechsel. Gustavs Samitis startete zwischen den Pfosten, Louis Waaßmann nahm auf der Bank Platz. Waldkraiburg musste dagegen auf zwei wichtige Offensivkräfte verzichten. Jakub Sramek (verletzt) und Santeri Ovaska (krank) fehlten den Löwen. Im Tor stand erneut Maxi Englbrecht, davor standen 17 Feldspieler.
Die Gäste starteten mit einer gefährlichen Chance in die Partie, doch auch Burgau setzte früh offensive Akzente. In der Anfangsphase entwickelte sich ein intensives Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, unter anderem durch David Heinrich für Burgau und Anthony Dillmann für die Gäste. Nach sechs Spielminuten mussten die Eisbären bereits eine vierminütige Unterzahl überstehen. Doch anstatt sich nur auf die Defensive zu konzentrieren, kamen die Gastgeber selbst zu Chancen: Ballner und Zachar tauchten nach einem Fehlpass der Löwen gefährlich vor Englbrecht auf. Insgesamt präsentierte sich das Penaltykilling der Eisbären überragend. Burgau erspielte sich in Unterzahl sogar mehr Chancen als Waldkraiburg im eigenen Powerplay. Auch nur kurz darauf in einer weiteren Unterzahlsituation blieb Burgau stabil. Samitis parierte stark gegen Nico Vogl und Martin Kokes. Ein Burgauer Powerplay kurz vor Drittelende blieb dagegen ebenfalls ungenutzt. So ging es nach einem intensiven, aber torlosen ersten Abschnitt mit 0:0 in die Pause.
Im zweiten Drittel erwischten die Gäste zunächst den besseren Start. Daniel Hora brachte Waldkraiburg mit einem Schuss von der blauen Linie bei viel Verkehr vor dem Tor mit 0:1 in Führung (24.). Wenige Minuten später erhöhte Anthony Dillmann, der einen Abpraller vor dem Tor zum 0:2 verwertete (28.). Nur ein Dämpfer, denn die Markgrafen antworteten schnell. Nach einem 2 auf 1-Konter legte Tim Söldner quer auf Sven Gäbelein, der den Puck per Direktabnahme unter die Latte zum 1:2 setzte (29.). Die Partie blieb intensiv. Ein Burgauer Powerplay brachte zunächst nichts ein, ehe Emil Malysjev einen Querpass perfekt in den Slot spielte, wo David Ballner zum 2:2 ausglich (35.). Kurz vor der Pause schlugen die Eisbären erneut zu: Andreas Wiesler bediente Mikko-Matti Paakkola im Konter, der den Puck aus dem Slot zum 3:2 in die Maschen setzte (39.). Ein enorm wichtiger Treffer unmittelbar vor der Drittelpause.
Mit der Führung im Rücken übernahmen die Eisbären im Schlussabschnitt zunehmend die Kontrolle. Zunächst erhöhte Petr Ceslik per Tip-In auf 4:2, nachdem Englbrecht die Scheibe nicht festhalten konnte (43.). In der Folge entwickelte sich ein harter Kampf, doch Burgau agierte in dieser wichtigen Phase clever und ruhig. Waldkraiburg kam immer weniger gefährlich vor das Tor von Samitis und wenn, dann wurde die Scheibe zu dessen Beute. Als die Gäste gleich zwei Strafzeiten kassierten, nutzten die Eisbären von ihren Fans getrieben die Gelegenheit: Petr Ceslik erzielte seinen zweiten Treffer des Abends indem der 30-Jährige aus dem hohen Bullykreis abzog und das Spielgerät seinen Weg zum 5:2 in das Tor von Englbrecht fand (52.). Gefährlich vor dem Burgauer Kasten wurde es doch nochmal vier Minuten vor Schluss, als ein Fehlpass im Aufbau auf der Kelle von Felix Lode landetet. Für die Eisbären war es Glück im Unglück, dass Lode den Puck am Tor vorbei schoss. Die Löwen versuchten es in den Schlussminuten mit einem sechsten Feldspieler, doch Burgau verteidigte ihr doppeltes Unterzahlspiel konzentriert. Und wer anderes als der Topscorer der Eisbären, David Ballner, sollte schließlich ins leere Tor zum 6:2 den endgültigen Deckel auf die Partie setzen (59.). Nun brachen alle Dämme in der Eishalle in der Badstraße. Fans und Mannschaft feierten noch lange nach Spielende zusammen und genossen diesen besonderen Moment.
Mit dem Sieg gewannen die Eisbären die Serie mit 3:1 und sicherten sich damit den Klassenerhalt in der Bayernliga. Waldkraiburg muss dagegen ins Playdown-Finale gegen den EC Pfaffenhofen. Der ESV wünscht den Löwen viel Erfolg für die anstehenden Spiele! Für die Mindelstädter endet damit eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen, die besonders in der Rückrunde nach der Übernahme von Trainer Fabio Carciola noch einmal neuen Schwung bekam.
Der Eisbären- Coach zeigte sich nach dem Spiel entsprechend erleichtert:
„Die Jungs haben sich reingehauen. Gustavs hat einen super Job gemacht. Wir haben nie aufgegeben, weitergemacht und sind verdient in Führung gegangen. Danach haben wir es sehr gut runtergespielt. Jeder Einzelne des Teams hat die Taktik super umgesetzt. Auch die Jungs mit weniger Eiszeit haben einen super Job auf der Bank gemacht und haben die Mannschaft gepusht. Ich bin froh, dass es nun vorbei ist und möchte mich besonders bei unseren Fans bedanken. Diese Unterstützung über die ganze Saison hinweg habe ich so in meiner Eishockeykarriere noch nicht erlebt!“
Für die Eisbären geht es nun, mit dem Klassenerhalt in der Tasche, in die wohlverdiente Sommerpause, doch zum Abschluss möchten sie sich nochmals bei allen bedanken, die das Team in dieser intensiven Saison unterstützt haben. Ein riesiges Dankeschön geht an unsere überragenden Fans, die das Team sowohl zuhause als auch auswärts immer lautstark und in einer unfassbaren Vielzahl begleitet haben. Ihr habt gerade in den Playdowns einmal mehr gezeigt, was für ein herausragender Rückhalt ihr für die Mannschaft seid und was unseren Standort so besonders macht. Ebenso gilt der Dank allen Helferinnen und Helfern, Ehrenamtlichen, Sponsoren, Partnern sowie allen Beteiligten rund um den Verein, die Woche für Woche im Hintergrund dafür sorgen, dass Eishockey in Burgau möglich ist. Gemeinsam wurde diese schwierige Saison gemeistert – als echte Eisbären-Familie! Danke!
Endstand: ESV 6:2 EHC (0:0/3:2/3:0) // Strafen: ESV 10 Minuten; EHC 10 Minuten // Zuschauer: 809
Tore:
0:1 - 23:18 Hora (Cejka, Lode P.) - EQ
0:2 - 27:02 Dillmann (Decker, Mertz) - EQ
1:2 - 28:10 Gäbelein (Söldner, Arnawa) - EQ
2:2 - 34:03 Ballner (Malysjev, Wiesler) - EQ
3:2 - 38:59 Paakkola (Wiesler, Malysjev) - EQ
4:2 - 42:05 Ceslik (Vehkakoski, Makovics) - EQ
5:2 - 51:51 Ceslik (Arnawa, Vehkakoski) - +2
6:2 - 58:11 Ballner (Bartuli, Malysjev) - +1, EN



