Eisbären überzeugen im ersten Test gegen Ulm

Der erste Prüfstein der Preseason ist bestanden: Vor 615 Zuschauern setzten sich die Eisbären im ersten Vorbereitungsderby gegen den Bayernliga-Nachbarn VfE Ulm/Neu-Ulm mit 7:1 (4:1, 3:0, 0:0) durch. Für die Mindelstädter war es das allererste Vorbereitungsspiel nach sechs absolvierten Trainingseinheiten. Verzichten musste die Mannschaft auf die Neuzugänge Roman Blahyi und Lukas Widowitz sowie auf Kapitän David Heinrich. Im Tor stand Gustavs Samitis, Backup war Roman Jourkov. Auf der Gegenseite hütete Nikita Manuilov den Kasten der Gäste.
Das erste Drittel begann verhalten. Beide Teams tasteten sich zunächst vorsichtig ab, kamen aber auch schon zu ersten Möglichkeiten: Marek Rubner prüfte Manuilov mit dem ersten Abschluss, auf der anderen Seite kam der letztjährige Eisbär Daniel Bartuli zum ersten Schuss auf den Burgauer Schlussmann, und Alexander Rudkovski setzte seinen Versuch an den Pfosten. In der 8. Minute brachte Louis Herbrik die Scheibe aufs Ulmer Tor, wo sie vom Schoner eines Devils-Verteidigers unhaltbar ins eigene Netz abgefälscht wurde. Das 1:0 und der erste Treffer von Herbrik für sein neues Team, vorbereitet vom 20-jährigen Neuzugang Maximilian Kaschner. Nur eine halbe Minute später erhöhte Andreas Wiesler im Alleingang auf 2:0, nachdem sich die Ulmer Abwehr selbst ausgehebelt hatte. In Überzahl legte Petr Ceslik zum 3:0 in der 10 Minute nach, ehe Marcel Kunc nach mustergültiger Ablage von David Ballner aus der Halbdistanz in den Winkel zum 4:0 traf (17.). Doch noch bevor die Pausensirene ertönte, fand Ulm über das eigene Powerplay den Weg zum Anschluss: Julian Tischendorf verkürzte auf 4:1.
Im Mittelabschnitt blieb Burgau am Drücker. David Ballner stand nach Zuspiel von Ceslik goldrichtig vor dem Tor und stellte nach 38 gespielten Sekunden auf 5:1. Das Spiel hielt weiter sein Tempo und beide Teams versuchten sich erneut auf die Anzeige zu bringen. Petr Ceslik scheiterte in der 28. Spielminute noch, dafür stand Tim Söldner ideal, um den Rebound zum 6:1 über die Linie zu schießen. Zwischenzeitlich kam auch Ulm wieder zu Gelegenheiten, doch Samitis strahlte im Tor viel Ruhe aus und entschärfte mehrere gute Möglichkeiten. Den Schlusspunkt im 2. Drittel setzte erneut Verteidiger Marcel Kunc: Sein Schlagschuss von der blauen Linie schlug unhaltbar zum 7:1 oben ein.
Das letzte Drittel blieb torlos, wurde für Burgau aber zur Bewährungsprobe im eigenen Drittel. Gleich mehrere Unterzahlsituationen – darunter eine fünfminütige Strafe – überstanden die Eisbären schadlos. Samitis zeichnete sich dabei mehrfach aus, unter anderem gegen einen platzierten Schuss von Bohumil Slavicek, und hielt seinen Kasten sauber. Die Burgauer Hintermannschaft zeigte hier ebenfalls ein konzentriertes Penaltykilling. Chancen ergaben sich zwar noch auf beiden Seiten, am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr.
Unterm Strich ein rundum gelungener Start: In der Summe präsentierten sich die Eisbären für diese frühe Phase der Vorbereitung bereits erstaunlich flüssig und effektiv – bei aller gebotenen Vorsicht, die ein erstes Testspiel mit sich bringt. Das Wiedersehen mit den Devils folgt bereits am 27. September, dann aber bei den Donaustädtern. Zuvor stehen am kommenden Wochenende die beiden Heimspiele gegen den ATSE Graz am Freitag und Samstag an.
Endstand: ESV 7:1 VfE (4:1/3:0/0:0) // Strafen: ESV 17 Minuten; VfE 10 Minuten // Zuschauer: 615 1:0 - 07:36 Herbrik (Kaschner) - EQ
2:0 - 08:11 Wiesler (Söldner, Zachar) - EQ
3:0 - 09:48 Ceslik (Kunc) - +1
4:0 - 16:11 Kunc (Ballner, Wiesler) - EQ
4:1 - 19:10 Tischendorf (Bartuli, Bernad) - +1
5:1 - 20:38 Ballner (Ceslik) - EQ
6:1 - 27:14 Söldner (Ceslik, Ballner) - EQ
7:1 - 37:37 Kunc (Ceslik, Ballner) - +1



