Vertrautes Duell zum Auftakt: Derby gegen die Devils

Zum Start der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 bitten die Eisbären am Sonntag um 18 Uhr die Devils aus Ulm/Neu-Ulm zum Heimspiel-Derby. Einen vertrauteren Gegner gibt es für Burgau kaum: Der Ligarivale aus der Donaustadt, mit dem man sich schon in der Vorsaison mehrfach gemessen hat. Mit dem Rückspiel am 27. September rahmt das Duell zudem die komplette Testphase ein – ein doppeltes Wiedersehen also direkt zum Auftakt.
Die vergangene Bayernliga-Hauptrunde schlossen die Devils mit 46 Zählern aus 30 Partien auf dem zehnten Platz ab. In den Pre-Playoffs setzte der TEV Miesbach dem Weg in die Playoffs ein Ende; in der Abstiegsrunde ließ Ulm dafür nichts anbrennen und wurde Gruppenerster.
Auf der Trainerbank hat bei den Donaustädtern ebenfalls ein Wechsel stattgefunden. Michael Bielefeld ist nicht mehr im Amt, ihm folgt mit Simon Klingler ein Mann, der bis zuletzt selbst im Devils-Trikot auf dem Eis stand. Für den Verteidiger ist es die erste Station als Chefcoach – an Spielerfahrung mangelt es ihm aber nicht: Rund 300 Partien in der Oberliga, 80 in der DEL2 und 160 in der Bayernliga hat er in den Beinen.
Auch beim Personal tat sich etwas über den Sommer. Neben vielen Vertragsverlängerungen stehen neun Abgängen sechs Zugängen gegenüber. Das größte Ausrufezeichen setzt der Lette Elvijs Biezais. Der 35-jährige Angreifer wechselt von den Saale Bulls nach Ulm, für die er in der Oberliga Nord zuletzt auf 57 Scorerpunkte kam und mit diesen Werten genauso gut auch in der 3. Liga hätte weiterspielen können. Seine Vita reicht von der lettischen Nationalmannschaft über die heimische 1. Liga bis hin zu Einsätzen in DEL2 und KHL – ein Kaliber, das in der Bayernliga für Furore sorgen könnte. In der Abwehr gibt es ein Wiedersehen: Der letztjährige Eisbär Daniel Bartuli kehrt nach Ulm zurück. Zu Bartuli stößt der junge Lorenz Landerer aus Füssen in die Hintermannschaft. Die Offensive verstärken Kevin Adam (Schweinfurt), Andrej Teplouchow (Füssen) und Michael Wirz (Ravensburg). Der Personalverkehr verlief dabei nicht nur in eine Richtung: Mit Louis Herbrik wechselt ein Akteur von der Donau nach Burgau und läuft künftig für die Eisbären auf.
Erste Wettkampfpraxis hat Ulm bereits hinter sich. Beim Turnier in Pfronten setzte sich das Team zunächst mit 4:1 gegen den gastgebenden Landesligisten durch und holte anschließend im Endspiel mit einem 2:0 gegen den Bayernliga-Konkurrenten Schongau den Turniersieg. Am gestrigen Freitagabend traten die Devils ihr drittes Vorbereitungsspiel in Landsberg an, welches sie mit 5:4 nach Penaltyschießen für sich entscheiden konnten.
Für Burgau ist der Sonntag gleich in mehrfacher Hinsicht ein Novum. Die Eisbären zeigen sich zum ersten Mal im neuen Heimtrikot, und ebenso werden sie zusammen mit dem neuen Streaming-Partner SpradeTV ein Spiel live übertragen – mit Hauptkamera, zwei Hintertorkameras, Kommentatoren, Wiederholungen und weiteren Funktionen. Wer es nicht in die Halle schafft, ist damit auch von zu Hause aus dabei. Wie bei allem, was neu ist, kann es zu Beginn aber auch zu kleineren Startschwierigkeiten kommen: Das ehrenamtliche Burgauer Sprade-Team muss sich erst einspielen und mit jedem weiteren Spiel an Sicherheit und Erfahrung hinzugewinnen. Deshalb schon jetzt die Bitte, bei der einen oder anderen Kleinigkeit ein Auge zuzudrücken, wenn es noch nicht ganz perfekt läuft. Wir geben unser Bestes, hier einen guten Start hinzulegen.
Verzichten muss Burgau zum Start der Preseason allerdings auf zwei Markgrafen: Kapitän David Heinrich und Angreifer Lukas Widowitz fallen angeschlagen aus.
Fans, welche bisher noch nicht die Gelegenheit nutzen konnten ihre Saisonkarten abzuholen, können dies am Sonntag oder bei den weiteren Heimspielen der Vorbereitung an der Abendkasse tun. Zusätzlich bleibt noch die Möglichkeit dienstags bis donnerstags von 17-19 Uhr im Vereinsheim die Karte entgegenzunehmen.



