top of page

Eisbären belohnen sich nicht gegen Amberg

vor 7 Minuten
3 Min. Lesezeit
Bild: Harry Schroll
Bild: Harry Schroll

In einem ausgeglichenen Spiel entschied am Ende die Effizienz zu Gunsten der Gäste aus Amberg. Vor 803 Zuschauern in der Burgauer Eishalle unterliegen die Markgrafen mit 1:4 (0:2/0:0/1:2). In einer dezimierten Burgauer Mannschaft fehlten dem Chefcoach der Eisbären angeschlagen Marcel Kunc und Petr Ceslik sowie gesperrt Nolan Renke und Lukas Widowitz. Krankheitsbedingt standen die Stürmer Jannik Liebs und Louis Herbrik nicht zur Verfügung. Zurück waren Maxi Kaschner und Niklas Dörrich. Im Tor stand Gustavs Samitis, Roman Jourkov war sein Backup. Nach dem Heimspiel muss sich nun auch Verteidiger Max Schieskow in die Lazarettliste eintragen. Der junge Verteidiger fiel im Zweikampf unglücklich in die Bande und wird verletzungsbedingt für einige Wochen ausfallen.

Wie schon in den vergangenen Partien starteten die Eisbären konzentriert und druckvoll in das Spiel. Bei einem ausgeglichenen Beginn entwickelten sich Chancen auf beiden Seiten. Zuerst war es David Ballner, der in der 10. eine gute Möglichkeit ungenutzt ließ, bevor in der 12. Minute dann das erste Tor für die Amberger Wild Lions fällt: Die Eisbären verlieren den Puck im gegnerischen Drittel, ERSC-Topscorer Brendan Walkom geht allein auf den Goalie der Eisbären zu und netzt ein. Nach exakt 15 Minuten die erste Strafzeit gegen die Oberpfälzer. Daniel Rolsing muss für zwei Minuten auf die Strafbank, aber die Eisbären können ihr Überzahlspiel erneut nicht nutzen. Nach einem kleinen Gerangel dürfen in der 19. Minute gleich zwei Burgauer für jeweils zwei Minuten Platz nehmen. Keine sechs Sekunden später gesellt sich dann auch ein Amberger hinzu. Kurz darauf zu Beginn der 20. Minute stellt der Amberger Tomas Schmidt durch einen Schuss von der blauen Linie auf 2:0. Vor dem Kasten der Burgauer herrschte viel Verkehr, sodass Samitis die Sicht versperrt war.

Die Eisbären starten stark in das 2. Drittel. Die größte Chance ist ein Lattentreffer von Balint Makovics in der 24. Minute. Die Markgrafen zeigen einen tollen Auftritt im Mitteldrittel, sind sogar über weite Strecken das gefährlichere Team, können aber ihre zahlreichen Chancen nicht in etwas Zählbares ummünzen. Auf der anderen Seite hält Samitis alle Abschlüsse der Gäste. So geht es weiter mit der Führung der Amberger in die zweite Pause.

Das letzte Drittel machte genau da weiter, wo das vorherige aufgehört hatte: Bei Chancen auf beiden Seiten werden die Burgauer eiskalt ausgekontert. In der 48. Minute erobern die Wild Lions in ihrem Verteidungsdrittel den Puck und Brendan Walkom zieht den aufgerückten Eisbärenverteidigern auf und davon und lässt Samitis keine Chance auf's kurze Eck. Vier Minuten später keimt bei den Eisbären wieder kurz Hoffnung auf. Der Eisbärenstürmer David Ballner umkurvt nach Zuspiel von Marshall Renke zwei Amberger und zielt von links aufs rechte obere Toreck. Die Markgrafen verkürzen auf 1:3. Aber die Freude währte nur kurz. In der 55. Minute stellten die Wild Lions nach einer unübersichtlichen Situation wieder den 3-Tore-Abstand her und erhöhten auf 1:4. Der Eisbär Max Schieskow kommt zuerst an den Puck, gerät durch seinen Verfolger Jakub Bitomsky ins Straucheln und rutscht in die Bande, wobei er sich verletzt. Bitomsky spielt den Puck zurück auf den frei vor dem Tor stehenden Dennis Gulda, der nur noch zum Endstand einschieben muss. Die Eisbärenfans fordern vehement die Aberkennung des Tors sowie eine Zeitstrafe für Amberg und werfen Becher aufs Eis. Eine weitere Diskussion bringt den Eisbären eine Bankstrafe ein, die Patrick Spingler für zwei Minuten absitzen muss. Kaum war Burgau wieder komplett, nahmen Jakub Michalek und Marshall Renke jeweils für zwei Minuten auf der Strafbank Platz. Aber die Burgauer überstanden dieses doppelte Powerplay unbeschadet. So endet die Partie mit dem Auswärtssieg für Amberg und die Markgrafen haben mit Max Schieskow den nächsten Ausfall zu beklagen.

Die Eisbären belohnen sich nicht für einen engagierten Auftritt, bei dem sie über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe sind. Cleverness und Effizienz machen letztlich den Unterschied zu Gunsten der Wild Lions aus Amberg. „Wir müssen anfangen, unsere individuellen Fehler abzustellen und von der Strafbank wegzubleiben. Irgendwann müssen wir uns mal belohnen, weil nur gut zu spielen und nicht zu punkten, hilft uns auch nichts“, fasste der Burgauer Coach Roman Klicznik in der anschließenden Pressekonferenz zusammen.

Kommendes Wochenende habe die Eisbären wieder die Chance, es besser zu machen. Am Freitag geht es zunächst in der heimischen Eishalle gegen die Peißenberg Miners und am Sonntag in Waldkraiburg gegen den EHC. Die beiden Vereine sind gegenseitige Tabellennachbarn: Peißenberg auf Platz 6, Waldkraiburg auf 5. Die Eisbären sind nach fünf Spieltagen mit zwei Punkten aktuell Tabellenschlusslicht in der Bayernliga.


Endstand: Eisbären 1:4 Wild Lions (0:2/0:0/1:2) // Strafen: Eisbären 10 Minuten, White Lions 4 Minuten // Zuschauer: 803


0:1 - 11:02 Walkom - EQ

0:2 - 19:09 Schmidt (Walkom, Hafenrichter) - +1

0:3 - 47:40 Walkom (Silbermann, Baranovskis) - EQ

1:3 - 51:26 Ballner (M. Renke) - EQ

1:4 - 54:19 Gulda (Bitomsky, Hafenrichter) - EQ

bottom of page