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Schwere Aufgaben zum Wochenende

vor 11 Minuten
3 Min. Lesezeit
Bild: Harry Schroll
Bild: Harry Schroll

Für die Eisbären steht ein anspruchsvolles Wochenende an, und das unter erschwerten Vorzeichen. Am Freitag geht es auswärts zum EHC Klostersee nach Grafing (20:00 Uhr), am Sonntag folgt das Heimspiel gegen den ERSC Amberg (18:30 Uhr). Beide Gegner stehen in der Tabelle vor den Eisbären, dazu zwingt eine angespannte Personallage Cheftrainer Roman Klicznik zum Umbau.


Der EHC Klostersee ist bislang gut in die Saison gekommen. Als Tabellenfünfter weisen die Grafinger eine Bilanz von 13 zu 7 Toren auf nach drei Spieltagen, zuhause gab es überzeugende Siege gegen Miesbach (5:1) und Schweinfurt (5:2), einzig in Kempten setzte es eine knappe 3:4-Niederlage. Angeführt wird die Offensive von Alexandre Gagnon, der mit neun Punkten aktuell bester Scorer ist, dahinter folgt Tyler Braccini mit sechs Zählern.

Auch bei Klostersee stand der Sommer im Zeichen des Umbruchs. Neun Abgängen stehen sieben Neuzugänge gegenüber. Prominentester Name ist Jan Tlacil, der mit 66 Punkten aus Pfaffenhofen kam. Dazu stießen unter anderem Johannes Oswald (Kempten), Liam Hätinen (ebenfalls Pfaffenhofen), der aus der US-Collegeliga NCAA III verpflichtete Braccini sowie Marvin Drothen, der von den Heilbronner Falken kommt und rund 200 DEL2-Spiele vorzuweisen hat. Gehalten werden konnte das starke Torhüter-Duo Patrick Mayer und Lukas Steinhauer, wobei Steinhauer in der vergangenen Saison zu den Besten der Liga zählte. Ebenfalls geblieben sind Leistungsträger wie Gagnon (zuletzt 46 Punkte), die Brüder Nicolai und Philipp Quinlan sowie Florian Gaschke. An der Bande steht weiterhin Thomas „Birdy” Vogl. In der Vorsaison beendete Klostersee die Hauptrunde auf Rang fünf und schied im Viertelfinale an Landsberg aus.


Zum Heimspiel am Sonntag gastiert der ERSC Amberg an der Badstraße. Die Oberpfälzer sind mit fünf Punkten Tabellenachter und damit drei Zähler vor den Eisbären. Ihre bisherige Ausbeute: Einem 7:6 gegen Kempten und einem 8:2 gegen Schongau steht eine 3:5-Niederlage gegen Schweinfurt gegenüber. In der vergangenen Saison lagen beide Teams nach der Hauptrunde eng beieinander, Amberg rettete sich als 15. der Hauptrunde mit einem Punkt mehr als Burgau über die Abstiegsrunde in den Klassenerhalt.

Der Kader wurde kräftig umgebaut, 13 Abgängen stehen acht Neuzugänge gegenüber, von denen einige reichlich Erfahrung mitbringen. Im Tor kehrt Timon Bätge nach zwei Jahren in der Oberliga in Rostock zurück. In der Verteidigung sticht Tomas Schmidt mit rund 550 DEL2-Spielen heraus, in der Offensive bringen Jakub Bitomsky (63 Punkte aus Essen), Denis Gulda (über 400 Oberliga-Spiele, zuletzt Schongau) und vor allem Jaroslav Hafenrichter viel Routine mit. Letzterer blickt auf fast 300 DEL-Partien (Hamburg und Augsburg) zurück und lief zudem fünfmal für die deutsche Nationalmannschaft auf. Dazu kam mit Cooper Fensterstock ein vielversprechender Angreifer aus der amerikanischen SPHL. Gehalten werden konnten die punktstarken Brendan Walkom, Roberts Baranovskis und Daniel Schröpfer. Bester Scorer ist aktuell Neuzugang Bitomsky mit acht Punkten aus drei Spielen, gefolgt von Gulda und Walkom mit je sechs.


Angespannte Personallage bei den Eisbären

Burgau geht mit spürbar dünnerer Personaldecke in das Wochenende. Nach dem Auswärtsspiel in Landsberg wiegen die Nachwirkungen schwer: Maximilian Kaschner ist für ein Spiel gesperrt. Lukas Widowitz fehlt nach seiner Spieldauerstrafe samt zusätzlicher Vier-Spiele-Sperre und Geldstrafe wegen unsportlichen Verhaltens insgesamt fünf Partien. Noch länger fällt Nolan Renke aus, der zu seinen beiden Spieldauerdisziplinarstrafen (Bandencheck und unsportliches Verhalten) ebenfalls eine Vier-Spiele-Sperre und eine Geldstrafe erhielt und damit sechs Spiele pausieren muss. Zudem fehlt den Eisbären weiterhin Louis Herbrik. Bei weiteren angeschlagenen Akteuren entscheidet sich erst nach dem heutigen Abschlusstraining, ob sie am Wochenende auflaufen können.


Fanbus und Tickets

Zum Auswärtsspiel in Grafing macht sich wieder ein Fanbus der Eisbären auf den Weg, Plätze sind noch frei (ANMELDUNG). Wichtig für alle mitreisenden Fans: Vor Ort gibt es keine Abendkasse für den Gästeeingang, Tickets müssen zwingend vorab online gekauft werden (TICKETSHOP).

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