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Dezimierte Eisbären verlieren in Klostersee mit 2:6

vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit
Bild: Harry Schroll
Bild: Harry Schroll

Die Eisbären haben beim neuen Tabellenzweiten Klostersee mit 2:6 (1:3, 0:0, 1:3) das Nachsehen. Über weite Strecken war die Partie enger, als es das Ergebnis vermuten lässt. Burgau hielt gut mit, nutzte seine Möglichkeiten aber nicht, während die Gastgeber ihre Gelegenheiten eiskalt verwerteten. Entscheidend war am Ende vor allem die Chancenverwertung: Keines der fünf Burgauer Powerplays brachte einen Treffer, Klostersee dagegen nutzte zwei seiner vier Überzahlspiele und traf zusätzlich ins leere Tor.

Die Personallage zwang Trainer Klicznik zu Umbaumaßnahmen. Neben den gesperrten Lukas Widowitz, Maximilian Kaschner und Nolan Renke fehlten Jannik Liebs und Louis Herbrik (beide krank), Niklas Dörrich (privat verhindert) sowie die angeschlagenen Marcel Kunc und Petr Ceslik. Dafür lief Stürmer Niklas Schweyer per Förderlizenz von der Augsburger U20 auf und zeigte einen guten Auftritt bei seinem ersten Seniorenspiel. Im Tor begann Roman Jourkov, Gustavs Samitis saß als Backup auf der Bank. Unterstützt wurde die Mannschaft von über 100 mitgereisten Fans, die unter anderem wieder mit einem Doppeldecker angereist waren.


Die Markgrafen erwischten einen ordentlichen Start und bestimmten die erste Viertelstunde phasenweise mit, ohne zählbaren Ertrag. Jourkov entschärfte früh einen Zwei-auf-eins-Konter, auf der Gegenseite scheiterte Marshall Renke am Klosterseer Schlussmann Patrick Mayer. In der 11. Minute scheitert der spätere "Mann des Abends", Alex Gagnon, zunächst mit dem Bauerntrick an Jourkov, doch ein Burgauer Verteidiger, der am Boden liegend versucht aufzustehen, leitet den Puck in's eigene Tor. Den Treffer bekam Jan Tlacil zugeschrieben. Etwas mehr als zwei Minuten dauerte es, ehe Tyler Braccini auf 2:0 erhöhen konnte. Braccini scheitert zunächst im Alleingang am Burgauer Keeper, kann seinen eigenen Rebound aber verwerten. Burgau meldete sich zurück, als David Ballner nach einem schnellen Konter einen Abpraller verwerten konnte (18.). Doch ein Fehlpass im eigenen Drittel ermöglichte Alex Gagnon in Überzahl das 3:1 zu erzielen, mit dem es in die erste Pause ging (20.).

Der Mittelabschnitt verlief offen und ohne Treffer. Beide Mannschaften erspielten sich Gelegenheiten, auf beiden Seiten hielten die Torhüter ihren Kasten sauber. Burgau kam gleich zu Beginn zu einer Dreifachchance, an der Mayer sich auszeichnete, Jourkov hielt im Gegenzug ebenso sicher und zeigte in mehreren Unterzahlsituationen ein starkes Penaltykilling. Auch Marek Rubner prüfte Mayer aus dem Slot, doch ohne Erfolg. So ging es ohne Veränderung mit dem 3:1 Zwischenstand für die Grafinger in die zweite Pause.

Früh im Schlussdrittel vollendete Gagnon mit dem 4:1 unter die Latte seinen Hattrick im Powerplay (41.). Burgau steckte nicht auf und kam zunächst durch Rubner, der einen Schuss von Max Petzold von der blauen Linie perfekt ins Gehäuse abfälschte, auf 4:2 heran (54.). Doch nur rund 20 Sekunden später stellte Tyler Braccini mit einem verdeckten Schuss in den Winkel den alten Abstand wieder her (5:2), Roman Jourkov war machtlos gegen den perfekten Schuss des US-Boys. Als die Eisbären bei eigener Überzahl den Torhüter in der 56. Spielminute zogen und alles auf eine Karte setzten, sorgte erneut Alex Gagnon mit dem Treffer ins leere Tor für den 6:2-Endstand.


Trotz der dünnen Personaldecke hielten die Eisbären lange Zeit gut mit und kämpften bis zum Schluss. Den Unterschied machte die Effizienz: Während Burgau seine fünf Überzahlspiele allesamt ungenutzt ließ, schlug Klostersee im Powerplay doppelt zu. Dazu war die Paradereihe der Gastgeber um Tlacil, Gagnon, Braccini und Quinlan für die Mindelstädter nicht zu bendigen. Vor 643 Zuschauern nahm der formstarke Tabellenzweite damit verdient die Punkte mit und bleibt daheim weiter ungeschlagen.

Bereits am Sonntag greifen die Eisbären wieder an, dann im Heimspiel um 18:30 Uhr gegen den ERSC Amberg.


Endstand: EHC 6:2 ESV (3:1/0:0/3:1) // Strafen: EHC 10 Minuten; ESV 8 Minuten // Zuschauer: 643


1:0 - 10:38 Tlacil (Gagnon) - EQ

2:0 - 13:09 Braccini (Quinlan N.) - EQ

2:1 - 17:23 Ballner (Söldner, Rubner) - EQ

3:1 - 19:35 Gagnon (Tlacil) - +1

4:1 - 40:55 Gagnon (Quinlan N., Braccini) - +1

4:2 - 53:36 Rubner (Petzold, Ballner) - EQ

5:2 - 53:58 Braccini (Quinlan N.) - EQ

6:2 - 55:21 Gagnon - -1, EN

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