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Doppelter Härtetest für Burgau - Königsbrunn & Miesbach warten

Bild: Elmar Hofer
Bild: Elmar Hofer

Die Eisbären müssen am Wochenende gegen zwei Top-Teams der Liga ran. Der ESV Burgau empfängt am morgigen Freitagabend um 20:00 Uhr den aktuellen Tabellenführer des bayerischen Oberhauses, den EHC Königsbrunn und am Sonntag gastieren die Eisbären beim Dritten der Rangliste, dem TEV Miesbach. Spielbeginn in der oberbayerischen Kreisstadt ist um 18:00 Uhr.

Dass die Eisbären gegen zwei Topteams der Bayernliga direkt hintereinander antreten müssen, ist für ESV-Trainer Fabio Carciola kein Problem. „Wir müssen es so nehmen wie es kommt. In erster Linie schauen wir auf uns und bereiten uns in den Trainingseinheiten auf das jeweils nächste Spiel vor“, erklärt Carciola die Vorgehensweise beim Schlusslicht der Bayernliga. Der Coach unterstreich noch einmal, wie wichtig der Dreier am vergangenen Wochenende gegen die River Rats Geretsried gewesen sei. In den Trainingseinheiten in dieser Woche hätte man die große Motivation der Spieler deutlich gespürt: „Die Jungs haben wieder top trainiert und geben wirklich alles.“ Sogar in den abschließenden Übungen, die noch einmal besonders an die Substanz gingen, waren alle Akteure bis zum Abpfiff von Carciola voll dabei. Wie in den Trainings müssten die Burgauer auch bei den Spielen immer 100 Prozent geben. „Und das machen die Spieler auch“, so der Trainer. Sowohl an den Übungsabenden, als auch bei den Spielen seien die Akteure voll fokussiert. „Alle Akteure sind bereit etwas zu lernen, das ist sehr sehr positiv“, lobt der ehemalige Eishockeyprofi sein Team. Wichtig sei jetzt ganz besonders, dass eine entsprechende Stabilität ins Burgauer Spiel käme. Dazu sei auch eine gewisse Konstanz und ein gemeinsamer Plan notwendig. „Ich möchte aber den einzelnen Spielern nicht ihre Individualität nehmen, wir spielen Eishockey“, macht Carciola klar. Sowohl Staff, als auch Mannschaft würden momentan nur von Spiel zu Spiel schauen. Und der erste Blick auf das nächste Spiel fällt auf den EHC Königsbrunn.

Das Team aus der 30.000-Einwohnerstadt gehört seit einigen Jahren zu den besten Adressen in der Bayernliga. In den Spielzeiten 22/23 und 23/24 errangen die Brunnenstädter jeweils den Bayerischen Meistertitel. Beide Mal lehnten es die Pinguine aber ab, in die Oberliga aufzusteigen. In der vergangenen Saison unterlag der EHC in einer extrem spannenden Finalserie gegen die Erding Gladiators im siebten und entscheidenden Spiel mit 2:3 nach Verlängerung. In den Reihen der Königsbrunner stehen mit Marco Sternheimer und Tim Bullnheimer zwei der besten Spieler der vergangenen Saison. Vor der Saison verstärkten sich das Team mit Stefan Rodrigues von den Devils Ulm/Neu-Ulm. Der Angreifer, der im letzten Jahr 38 Punkte erzielte, schlug ein und belegt in der internen Scorerliste hinter Sternheimer (22 Punkte) mit 18 Punkten vor Bullnheimer (17) den zweiten Platz. Auch die weiteren Neuzugänge der Pinguine reihten sich nahtlos in eine extrem spielstarke und hochkarätig besetzte Truppe ein. Neu vom Oberligisten EV Füssen kamen die Verteidiger Tobias Baader und David Kaiser. Mit Clay Ellerbrock von den Mammuts aus Schongau und dem Augsburger Niklas Länger von den Blue Devils Weiden (DEL2) fanden weitere Topspieler ihren Weg in die Augsburger Vorstadt. Länger stand bereits 113 mal für die Augsburger Panther in der DEL auf dem Eis. Im Tor steht u.a. der 37-jährige Stefan Vajs, der 2017 und 2018 jeweils zum Torhüter des Jahres in der DEL2 gewählt wurde. Vajs hält seit seinem Wechsel zu den Pinguinen 2022 einen beeindruckenden Gegentorschnitt von nur 2,4 Gegentreffern pro Spiel. Mit Dominic Erdt, Lion Stange, David Farny, Hayden Trupp und Luca Kinzel stehen weitere Spieler mit Oberligaerfahrung im Team. Wir wollen am kommenden Wochenende unsere Spitzenposition verteidigen. Jeder Außenstehende erwartet aufgrund der aktuellen Ausgangslage einen hohen Sieg in Burgau, aber ich bin zu lange im Geschäft um zu wissen, wie schwer das ist. Burgau hatte Anfangsprobleme in der Liga, konnte jetzt aber ein Ausrufezeichen setzen und wird gegen uns hochmotiviert auftreten. Wir müssen auch dort strukturiert und konzentriert spielen, sonst kann es ein böses Erwachen geben“, nimmt der Königsbrunner Trainer Bobby Linke sein Team in die Pflicht. Der EHC steht nicht nur mit Punkten an der Spitze der Liga, auch mit rund 93% haben sie die beste Unterzahlquote und mit 33% das zweitbeste Überzahlspiel.

Der zweite Wochenendgegner der Burgauer, der TEV Miesbach, verfügt über eine ähnlich starke Offensivabteilung wie die Pinguine. Erfolgreichste Scorer bei den Oberbayern sind Neuzugang Matej Pekr (19 Punkte) und Patrick Asselin (16). Pekr kam von den Memmingen Indians aus der Oberliga. Mit dem Slowenen Klemen Pretnar haben die Miesbacher einen weiteren neuen prominenten Akteur von den Tölzer Löwen (Oberliga) in ihren Reihen. Der 39-Jährige gehörte schon mehrere Male zum Aufgebot der slowenischen Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften. Mit Timon Ewert stellt der TEV aktuell den besten Torhüter der Liga. Lediglich 2,37 Gegentore, 0,01 weniger als Stefan Vajs, erhält der 35-Jährige pro Spiel. Mit einer Unterzahlquote von fast 90% sind sie an dritter Stelle der Liga. Gerade einmal 35 Gegentreffern in 13 Partien haben sie zugelassen und damit die wenigsten der gesamten Liga. Mit Justin Späth, Reto Schüpping und Henry Sihling haben sich die Miesbacher über den Sommer mit weiteren Kräften aus der Oberliga verstärkt. Johannes Bacher, Benedikt Dietrich, Daniel Merl, Andreas Nowak, Danyel Waizmann, Aziz Ehliz, Nick Endress, Felix Feuerreiter, Michael Grabmaier und Thomas März konnten Spieler gehalten werden, die ebenfalls bereits in der 3. Liga gespielt haben.

Tickets für das Auswärtsspiel gibt es im Miesbacher Onlineshop. Übertragen wird die Partie live bei SpradeTV.


Zwei harte Brocken also für die Markgrafen, doch die Eisbären sind hochmotiviert, den Favoriten alles abzuverlangen und ihren Aufwärtstrend fortzusetzen. Erstmals läuft der ESV am Freitag in seinen neuen Weihnachtstrikots auf, die an den Spieltagen am 12.12. und 21.12. erneut getragen werden, bevor sie nach der Partie gegen den ERSC Amberg im Stadion versteigert werden. Die Mannschaft freut sich auf eine lautstarke Kulisse und baut auf die Unterstützung ihrer Fans, um gemeinsam für die nächsten Überraschungen zu sorgen.

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