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Derbysieg zum Jahresabschluss

Bild: Harry Schroll
Bild: Harry Schroll

Vor ausverkauften Rängen mit 1.000 Zuschauern, darunter auch über 100 Ulmer Fans, feierten die Eisbären einen hochverdienten 4:1-Derbysieg gegen die Devils des VfE Ulm/Neu-Ulm. Nicht nur sportlich war es ein besonderer Abend, sondern auch emotional: Vor Spielbeginn übergab David Zachar einen symbolischen Spendenscheck an Nancy Tschirnack vom Bunten Kreis. Ein starkes Zeichen, das mit großem Applaus honoriert wurde. Beim „Spiel der Herzen“ am 21. Dezember wurde mit 3.900 Euro ein neuer Spendenrekord der Eisbären für den Bunten Kreis aufgestellt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an jeden Spender für diese großartige Summe, die zu 100% schwerkranken Kindern und deren Familien zugutekommen wird.

Das Trainerduo Heinzi Heinrich und Benny Meer, das Cheftrainer Fabio Carciola an diesem Wochenende vertreten hat, konnte auf 19 Feldspieler zurückgreifen. Max Arnawa kehrte nach abgesessener Sperre zurück und Emil Malysjev war wieder fit. Verzichten musste man auf Luca Imminger (U20-Einsatz). Für Begeisterung sorgte jedoch Philipp Schnierstein: Der letztjährige Meistertorhüter, der seine Karriere eigentlich schon beendet hatte und zuletzt als Torwarttrainer seines Teams fungierte, feierte sein Comeback zwischen den Pfosten. Mit einer überragenden Leistung war der 36-Jährige einer der Garanten für den zweiten Saisonsieg.


Beide Teams starteten mit hohem Tempo, Ulm hatte phasenweise ein leichtes Chancenplus, doch die Burgauer Defensive stand sehr stabil im ersten Spielabschnitt und war stets fokussiert. In der 9. Minute zeigte Emil Malysjev seine Klasse, setzte sich gegen zwei Ulmer durch, scheiterte aber knapp an Goalie David Heckenberger. Kurz vor der Pause belohnten sich die Eisbären jedoch für ihren beherzten Einsatz. Max Arnawa tanzte sich in der 19. Minute durch gleich zwei Gegenspieler durch, tauchte vor Heckenberger auf und vollendete eiskalt zum 1:0. Verdient gingen die Eisbären mit der Führung in die erste Pause.


Auch im zweiten Drittel blieb das Spiel intensiv. Es startete wie das Erste mit viel Tempo. In der 29. Minute marschierte David Ballner los, stolperte an der gegnerischen blauen Linie, David Zachar nahm die Scheibe auf, hatte weiter Zug zum Tor und scheiterte nur knapp. Zwei Minuten später bebte die Eishalle aber erneut, als die Markgrafen auf 2:0 erhöhen konnten: Andreas Wiesler zog von der blauen Linie ab, Heckenberger ließ nach oben prallen, David Ballner schaltete am schnellsten und schob ein, nachdem der Puck neben dem Tor herunterkam. Ulm blieb weiter bemüht und kam in der 33. Minute durch Dominik Synek zum 2:1-Anschlusstreffer. Kurz darauf der Schreckmoment: Patrick Spingler verletzte sich bei einem Zweikampf durch die Kufe seines Kontrahenten am Unterarm und musste direkt zum Nähen ins Krankenhaus. Gute Besserung an dieser Stelle!

Die Eisbären ließen sich davon nicht beirren. In der 36. Minute eroberte Ballner stark die Scheibe im Forecheck, legte auf Wiesler ab, lief weiter Richtung Tor und verwertete den Querpass des Südtirolers per Direktabnahme zum 3:1. Nur 43 Sekunden später folgte der nächste Nackenschlag für Ulm: Ballner zog erneut mit Tempo ins Drittel, setzte einen trockenen Handgelenksschuss ins Netz und erzielte damit seinen Hattrick! Das Stadion explodierte förmlich nach diesem Doppelschlag.


Im Schlussdrittel warf Ulm noch einmal alles nach vorne, doch Philipp Schnierstein glänzte weiterhin mit starken Paraden, unter anderem bei einer Großchance in der 43. Minute. Die Eisbären verteidigten wie schon in den vorherigen Dritteln konzentriert, schlossen die neutrale Zone konsequent und ließen nichts mehr anbrennen. Tore wollten im letzten Spielabschnitt auf beiden Seiten nicht mehr fallen. Am Ende stand ein hochverdienter 4:1-Derbysieg zu Buche, der Erste seit einigen Jahren. Eine gelungene Revanche für die 3:13 Niederlage im Hinspiel, die zeigt, dass seit der Anfangsphase der Saison nun eine andere Mannschaft der Eisbären auf dem Eis steht. Eine mit der immer zu rechnen ist.

Somit ein Sonntagabend, der alles hatte: Leidenschaft, Emotionen auf und neben dem Eis, eine geschlossene Mannschaftsleistung und die nächsten drei Punkte für die Eisbären. Ein perfekter Abschluss des Kalenderjahres und ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk an die Fans.

Zu den Spielern des Abends wurden Philipp Schnierstein auf Seiten der Mindelstädter und Philipp Wirz bei Ulm gewählt.


Endstand: ESV 4:1 VfE (1:0/3:1/0:0) // Strafen: ESV: 6 Minuten; VfE: 4 Minuten // Zuschauer: 1000


Tore:


1:0 - 18:45 Arnawa - EQ

2:0 - 30:12 Ballner (Wiesler) - EQ

2:1 - 32:06 Synek (Kischer) - EQ

3:1 - 35:42 Ballner (Wiesler, Spingler) - EQ

4:1 - 36:25 Ballner (Zachar) - EQ

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