David Ballner schießt die Eisbären in seinem 200. Spiel zum Sieg

Nach einem starken Auftritt machen es die Eisbären am Ende nochmal spannend. Die Burgauer sahen schon wie der sichere Sieger aus. Aber mit zwei späten Treffern gleichen die Peißenberg Miners noch aus und erzwingen die Overtime. Am Ende gewinnen die Eisbären verdient im Penaltyschießen. David Ballner machte sein 200. Spiel für den Burgauer ESV perfekt und verwandelte den letzten und entscheidenden Penalty. Dafür wurde der 31-Jährige auch zum "Man of the Match" gekürt - eine schöne Geschichte. Der Eisbären-Coach musste wieder auf mehrere Spieler verzichten: Lukas Widowitz und Nolan Renke sind weiterhin gesperrt, Petr Ceslik und Max Schieskow fehlten weiterhin verletzt, Louis Herbrik krankheitsbedingt. Dafür waren Jannik Liebs und Marcel Kunc wieder zurück. Im Tor stand Gustavs Samitis, Roman Jourkov war sein Vertreter.
Die Eisbären beginnen konzentriert. Es sollte sich eine ausgeglichene Partie entwickeln. in der 6. Minute muss Roman Blahyi für zwei Minuten auf die Strafbank, aber die Eisbären verteidigen die Unterzahl souverän weg. Nach zehn Minuten werden die Markgrafen immer stärker und in der Folgeminute fällt der Puck nach einem starken Schuss aufs Tor dem Peißenberger Goalie Andreas Magg aus dem Handschuh auf die Querlatte. Fans hatten die Scheibe schon im Tor gesehen. Eine Minute später ist es dann soweit: Roman Blahyi erzielt nach Vorlage von David Zachar das 1:0 für die Markgrafen. Viel Verkehr vorm Miners-Tor, Blahyi behält den Überblick und verwertet links neben dem Tor stehend aus ganz spitzem Winkel den Rebound. Kaum eine Minute später klingelt es wieder im Kasten der Miners. Den Schuss von Marcel Kunc von der blauen Linie fälscht Marek Rubner zum 2:0 ins Tor ab. Peißenbergs Trainer Martin Schweiger nimmt sofort eine Auszeit, um seine Mannen aufzuwecken. Nach fast exakt 13 Minuten bekommen die Oberbayern ihre erste 2-Minuten-Strafe. Als die vorbei ist, kommt sofort die nächste dazu. Die Miners haben einen Mann zu viel auf dem Eis. Doch auch ein Burgauer bekam noch vor Drittelende eine zweiminütige Zwangspause. Aber beide Mannschaften überstehen ihre Unterzahlspiele jeweils unbeschadet. Nachdem Burgau zur Mitte des ersten Drittels etwas aufgedreht hatte, geht es mit einem 2:0 in die Pause.
Zu Beginn des 2. Drittels gibt es weitere Strafzeiten auf beiden Seiten: Zuerst müssen Max Petzold und Dejan Vogl in die Kühlbox, dann hatte es Jakub Michalek mit einer 5-Minuten-Strafzeit für einen Bandencheck erwischt. Mit ihm ging Leon Seelmann wegen übertriebener Härte. Als dann wenig später auch noch Benedek Radvanyi raus ging, mussten sich die Burgauer eine Zeit lang einer doppelten Überzahl erwehren. Als die Eisbären wieder komplett sind, geht David Zachar allein auf den Peißenberger Goalie zu, kann ihn aber nicht überwinden. Nach einem schönen Pass von Tim Söldner im schnellen Konter kann Marek Rubner in der 35. Minute zentral vorm Tor zwischen den Schonern von Goalie Andreas Magg zum 3:0 durchschieben. In der 39. Minute zieht Ballner noch einmal von rechts in die Mitte, scheitert jedoch freistehend an Magg. Nach einem ganz starken Mitteldrittel gehen die Eisbären mit einer Drei-Tore-Führung in die Pause.
Kaum hat es sich Max Petzold in der 45. Minute auf der Burgauer Strafbank bequem gemacht, heißt es „Tor für Peißenberg“. Topscorer Ilia Zheltakov zieht in Überzahl von der blauen Linie ins rechte obere Toreck ab – keine Chance für Samitis. Aber Burgau stellt ganz schnell den alten Abstand wieder her. Keine zwei Minuten später schließt Benedek Radvanyi zum 4:1 ab (47.). In die Druckphase der Miners hinein gelingt den Eisbären ein schneller Konter. Jannik Liebs zieht entschlossen auf der linken Seite auf und davon und legt quer auf die Nummer 10 der Eisbären. Radvanyi zieht den Puck dann überlegt von rechts ins lange Eck. Aber die Peißenberg Miners haben durch ihren eigenen Treffer die zweite Luft bekommen und starten jetzt die Aufholjagd. Ein erster Erfolg ist dem Miners-Verteidiger Maximilian Malzatzki beschert. Als in der Burgauer Hintermannschaft etwas Unordnung herrscht, passt Haloda auf den halblinks freistehenden Malzatzki, der ins lange Eck vollenden kann (49.). Jetzt schnuppert Peißenberg erst recht Morgenluft. In der 57. Minute nehmen die Gäste den Goalie raus für einen sechsten Feldspieler. Die Miners arbeiten mit Hochdruck am Anschlusstreffer, aber Samitis hält seinen Kasten ein ums andere Mal sauber – bis zur 58. Minute. Mit einem strammen Schuss von der blauen Linie trifft erneut Zheltakov zum Anschlusstreffer. Viel Verkehr vorm Burgauer Tor, Samitis ist komplett die Sicht versperrt. Und dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Eine gute Minute später gelingt den Miners sogar noch der Ausgleich. Miners-Stürmer Nepomuk Rieger schiebt im Durcheinander Samitis die Scheibe durch die Beine über die Linie (59.). Bis dahin sahen die Eisbären wie der sichere Sieger aus, doch dann mussten sie in die Overtime.
In der Nachspielzeit halten beide Torhüter ihre Kästen mit teils tollen Paraden sauber. Es geht ins Shootout. Im ersten Durchgang trifft David Ballner, Weiland Parrish scheitert an Samitis. Im zweiten Anlauf treffen sowohl Marek Rubner, als auch Ilia Zheltakov. David Zachar vergibt, Dejan Vogl gleicht aus. Nun läuft Ilia Zheltakov an, doch verschießt. Auch David Ballner darf nochmal ran und liefert dieselbe Bewegung wie bei seinem ersten Anlauf, trifft und beschert seiner Mannschaft den Extrapunkt.
Damit verbessern sich die Eisbären auf den 14. Tabellenplatz. Weiter geht es für die Markgrafen am morgigen Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei den Waldkraiburger Löwen. Die Anmeldung für den FANBUS ist weiter geöffnet.
Endstand: ESV 5:4 n.P. Miners (2:0/1:0/1:4/0:0/1:0) // Strafen: ESV 15 Minuten; Miners 10 Minuten // Zuschauer 712
1:0 - 11:25 Blahyi (Zachar) - EQ
2:0 - 12:21 Rubner (Kunc, Ballner) - EQ
3:0 - 34:49 Rubner (Söldner, Spingler) - EQ
3:1 - 44:44 Zheltakov - +1
4:1 - 46:38 Radvanyi (Liebs, Renke M.) -EQ
4:2 - 48:43 Malzatzki (Haloda) - EQ
4:3 - 57:29 Zheltakov (Vogl, Haloda) - EQ
4:4 - 58:51 Rieger (Zheltakov) - EQ
5:4 - 65:00 Ballner - PS



