Bitterer Abschluss der Hinrunde in Miesbach
- scholtzsteffen
- 1. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

In Miesbach verloren die Eisbären zum Abschluss der Hinrunde mit 1:9 (0:3/0:5/1:1). 440 Zuschauer waren in das Miesbacher Eisstadion gekommen. Wie schon bei den sechs vorherigen Auswärtsspielen begleiteten wieder zahlreiche ESV-Fans ihr Team: Etwa siebzig Burgauer waren die Reise in die rund 170 Kilometer entfernte oberbayerische Kreisstadt angetreten. Nicht dabei auf Seiten der Burgauer waren Moritz Vehkakoski und Andreas Wiesler (beide krank), sowie der verletzte Luka Gottwald und Petr Ceslik. Im Tor der Markgräfler stand zu Beginn der Partie Louis Waaßmann. Backup war Benedict Schaller.
Die Eisbären starteten gut in die Partie. In der sechsten Minute lief Max Arnawa alleine auf Torwart Philip Lehr zu. Der Debütant im Miesbacher Kasten parierte stark. Kurz nach dieser guten Offensivaktion musste ESV-Verteidiger Daniel Bartuli für zwei Minuten auf die Strafbank. Der Miesbacher Coach Dusan Frosch beorderte sofort seine Paradereihe mit Matej Pekr, Klemen Pretnar und Patrick Asselin aufs Eis. Und nur knapp dreißig Sekunden in Überzahl klingelte es im Burgauer Tor. Pekr kam aus der Halbdistanz zum Schuss und der tschechische Routinier nagelte die Hartgummischeibe über die Schulter von Louis Waaßmann hinweg ins Schwarze. Jetzt hatten die Eisbären durch David Ballner und David Zachar zwei Abschlüsse, die beide zur Beute von Goalie Lehr wurden. In der neunten Minute traf Klemen Pretnar zu einem kuriosen 2:0 für die Hausherren. Waaßmann rechnete mit einem hohen Schuss, doch die Scheibe blieb an Patrick Spingler hängen und kullerte auf dem Eis ins eigene Tor. Auch das dritte Tor in Überzahl war von der kuriosen Sorte. Die Paradereihe der Gastgeber stand auch dabei auf der Platte. Torschütze war Aziz Ehliz. Der Bruder des Nationalspielers Yasin Ehliz musste die Scheibe von der Höhe des Bullypunktes nur noch im leeren Kasten unterbringen, nachdem Pekr den durch viel Verkehr wenig sehenden Waaßmann in die andere Ecke des Tores fahren ließ (12.). Kurz darauf musste der junge Goalie vom Eis. Der Burgauer Torwart bekam den Puck nach einem Schlagschuss von der blauen Linie auf seine Maske und konnte nicht mehr weiterspielen. Jetzt rückte Benedict Schaller zwischen die Pfosten. Bis zur ersten Drittelpause passierte dann im Miesbacher Eisstadion nichts mehr. „Es war ein schwieriger Start für uns, Burgau ist am Anfang gut gestanden und hat viel Druck gemacht“, so analysierte das Miesbacher Urgestein Felix Feuerreiter die Anfangsphase der Partie.
Das 4:0 der Gastgeber durch Justi Späth in der 22. Minute war der dritte Überzahltreffer im fünften Versuch. Wenige Sekunden vor diesem Gegentor hatten die Eisbären in Unterzahl eine dicke Gelegenheit. Mit einem Doppelschlag in der 26. und der 27. Minute durch Patrick Asselin und Thomas März stellten die Platzherren die Weichen endgültig in Richtung Heimsieg. Das 5:0 bereitete Matej Pekr mit einem feinen Zuspiel vor. Nach einer Burgauer Doppelchance durch David Heinrich und Sven Gäbelein ließ sich Aziz Ehliz zu einem harten Bandencheck an ESV-Verteidiger Patrick Spingler hinreißen. Als Konsequenz für sein hartes Einsteigen musste der oberligaerfahrene Ehliz für fünf Minuten auf die Strafbank. Doch auch in dieser langen Phase in numerischer Überzahl konnten die Eisbären kein Tor erzielen. Als wieder personelle Gleichheit herrschte, stellte Laurenz Haltmair kurz darauf auf 7:0. Beim achten Tor, zwei Sekunden vor Ende des Mitteldrittels, hatte Justi Späth leichtes Spiel. Der Miesbacher bekam die Scheibe im eigenen Drittel zugespielt, nahm Fahrt auf, ließ mehrere Burgauer stehen und schoss unhaltbar für Schaller ein. „Wir spielen phasenweise gut mit, machen uns aber durch Undiszipliniertheiten das Leben selber schwer. Wir haben Chancen und im Gegenzug bekommen wir dann ein Tor“, analysierte Max Arnawa das zweite Spieldrittel.
Das Schlussdrittel verlief dann wesentlich ruhiger. Die Eisbären hatten jetzt mehr Spielanteile, doch Benedikt Pölt von den Gastgebern stellte in der 52. Minute auf 9:0. Der auffälligste Burgauer an diesem Abend, Max Arnawa, konnte 75 Sekunden vor Ende den sehenswerten Ehrentreffer für seine Mannschaft erzielen.
Endstand: TEV 9:1 ESV (3:0/5:0/1:1) // Strafen: TEV: 25 Minuten; ESV: 22 Minuten // Zuschauer: 440
Tore:
1:0 - 6:03 Pekr (Pretnar, Asselin) - +1
2:0 - 8:54 Pretnar - EQ
3:0 - 11:43 Ehliz (Pekr, Pretnar) - +1
4:0 - 21:52 Späth (Grabmaier, Feuerreiter) - +1
5:0 - 25:14 Asselin (Feuerreiter, Pekr) - EQ
6:0 - 26:16 März (Lehr, Bacher) - EQ
7:0 - 38:22 Haltmair (Schlickenrieder, Bacher) - EQ
8:0 - 39:58 Späth (Pölt, Grabmaier) - +1
9:0 - 51:15 Pölt (Späth, Grabmaier) - EQ
9:1 - 58:35 Arnawa (Miedl) - EQ



