Zu viele Fehler: Eisbären verlieren Heimspiel
- scholtzsteffen
- vor 1 Tag
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Die Eisbären unterlagen am Sonntagabend auch im zweiten Spiel der Abstiegsrunde mit 2:5 (0:1/1:2/1:2). Die Markgrafen waren an diesem Abend nicht auf der Höhe und mussten sich gegen den EC Pfaffenhofen am Ende verdient geschlagen geben. Zunächst konnten vor dem Spiel erfreulicherweise David Ballner für 400 Scorerpunkte und Petr Ceslik für 200 Scorerpunkte im Trikot der Eisbären geehrt werden. Sportlich verlief der Abend danach jedoch nicht wie erwünscht.
Im Tor der Eisbären stand Gustavs Samitis, Backup war Roman Jourkov. Personell lief Burgau bei den Feldspielern mit dem gleichen Lineup wie schon am Freitag auf. Pfaffenhofen reiste mit 16 Feldspielern an, im Tor stand Jonathan Kornreder, der später immer wieder im Rampenlicht stehen sollte.
Die Eisbären gewannen das Eröffnungsbully und kamen früh zu ersten Abschlüssen durch Paakkola und Ballner. Auch Pfaffenhofen setzte durch Fehler der Eisbären Nadelstiche, unter anderem durch Jan Tlacil. Insgesamt hatten die Gastgeber aber mehr Spielanteile und Abschlüsse, blieben offensiv aber zu harmlos. In der 8. Minute fiel das 0:1: Anton Seidel zog ab, Samitis hatte die Scheibe eigentlich, doch der Puck segelte unglücklich über ihn hinweg ins Tor. Burgau tat sich weiterhin schwer an die Leistung der letzten Spiele anzuknüpfen und leistete sich viele Ungenauigkeiten. Chancen von Malysjev, Ceslik und Arnawa blieben ungenutzt, während Samitis mit starken Paraden Schlimmeres verhindern konnte.
Im zweiten Abschnitt erhöhte Burgau den Druck auf das gegnerische Tor. Abschlüsse von Ceslik, Makovics, Radvanyi oder Ballner hätten den Ausgleich bringen können, doch zu oft versprang die Scheibe, es war ein Pass zu viel dazwischen oder Kornreder klärte stark. Stattdessen traf Pfaffenhofen erneut eiskalt: Jakub Vrana erhöhte die Führung mit einem verdeckten Schlagschuss zum 0:2 (24.). Kurz darauf vergab David Ballner einen hoffnungsvollen Alleingang. In der 36. Minute folgte das 0:3 durch Lukas Ullmann, nachdem Samitis einen Schuss nur abprallen lassen konnte. Der oberbayrische Stürmer schaltete schnell und verwertete den Rebound. Erst im anschließenden Powerplay gelang Burgau der erste Treffer. Mikko-Matti Paakkola traf unter die Latte zum 1:3 Anschlusstreffer. Trotz vieler Chancen blieb die Abschlussschwäche das große Problem der Eisbären.
Auch im dritten Abschnitt fehlte die nötige Klarheit im Spiel nach vorne. In Überzahl versuchten es die Eisbären zu kompliziert, anstatt konsequent abzuschließen. In der 44. Minute kassierten die Mindelstädter in Unterzahl das 1:4. Liam Hätinen traf mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie durch die Beine von Samitis. Wenig später keimte noch einmal Hoffnung auf, als Andi Wiesler in doppelter Überzahl einen Rebound zum 2:4 verwertete. Die große Chance den Rückstand zu verkleinern blieb jedoch liegen, als Petr Ceslik einen Penaltyschuss vergab. Auch die nächste doppelte Überzahlsituationen in der 54. Minute brachte keinen weiteren Treffer, da vor dem Tor die letzte Konsequenz fehlte. 90 Sekunden vor dem Ende nahm Coach Fabio Carciola Samitis zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Nach einem Fehlpass staubte Lukas Ullmann die Scheibe ab und traf schließlich ins leere Tor zum 2:5-Endstand.
Wie schon in Ulm ließen die Eisbären zu viele gute Chancen ungenutzt. Pfaffenhofen agierte abgeklärter und nutzte die Fehler der Gastgeber konsequent. Vor 670 Zuschauern stand am Ende eine verdiente Niederlage auf der Tafel. Für die Markgrafen gilt es nun, schnell die richtigen Schlüsse zu ziehen und im nächsten Spiel wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.
Coach Fabio Carciola fand deutliche Worte auf der Pressekonferenz: "Bereits nach zehn Minuten hat man gesehen, dass das nicht unser Spiel war. Zu kompliziert, zu viele Alleingänge. Wir sind mit unseren Chancen zu schwach umgegangen. Pfaffenhofens Torwart war stark ja, aber das war nichts desto trotz einfach zu wenig von uns. Das war definitiv nicht das Spiel, das wir spielen wollten, vor allem jetzt in dieser Situation. Pfaffenhofen hat einfach und clever gespielt und deshalb verdient gewonnen."
Endstand: ESV 2:5 EC (0:1/1:2/1:2) // Strafen: ESV 10 Minuten; EC 14 Minuten // Zuschauer: 670
Tore:
0:1 - 07:58 Seidel (Neubauer, Ullmann) - EQ
0:2 - 23:59 Vrana (Hätinen K., Tlacil) - EQ
0:3 - 35:38 Ullmann (Neubauer, Seidel) - EQ
1:3 - 37:34 Paakkola (Ballner, Malysjev) - +1
1:4 - 44:10 Hätinen L. (Neubauer, Tlacil) - +1
2:4 - 45:18 Wiesler (Vehkakoski, Gäbelein) - +2
2:5 - 59:58 Ullmann (Seidel, Hätinen L.) - EQ, EN



