Eisbären unterliegen im Derby
- scholtzsteffen
- vor 2 Stunden
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Zum Auftakt der Abstiegsrunde der Bayernliga mussten sich die Eisbären Burgau im Derby beim VfE Ulm/Neu-Ulm mit 2:5 geschlagen geben. Vor Spielbeginn konnte noch Neuzugang Nikolas Oppenberger vorgestellt werden, der anschließend auch direkt sein Debüt im Eisbären-Trikot feierte. Personell reisten die Markgrafen mit vollem Kader an. David Walter, Niklas Dörrich und Nico Miedl fehlten überzählig. Im Tor startete Philipp Schnierstein, Backup war Gustavs Samitis. Die Devils boten 19 Feldspieler auf, im Tor stand David Heckenberger. Wie es sich für ein Derby gehörte, sorgten 250 mitgereiste Burgauer Fans über 60 Minuten lang für eine starke Atmosphäre.
Die Partie begann intensiv. Bereits nach 14 Sekunden prüfte Ulm erstmals Schnierstein, wenig später kamen auch die Eisbären zu ersten gefährlichen Abschlüssen. Beide Teams suchten früh den Weg nach vorne: Die Devils kamen immer wieder zu guten Möglichkeiten, doch Schnierstein hielt Burgau mit mehreren starken Paraden im Spiel, unter anderem bei einem energiegeladenen Schlagschuss von Simon Klingler zwischen den Bullykreisen. Auch offensiv erspielten sich die Eisbären gute Chancen, unter anderem durch Paakkola, Radvanyi und Ceslik, doch der Puck wollte zunächst nicht über die Linie. In der 14. Minute belohnte sich Burgau schließlich: Anton Schreiner wurde von Petr Ceslik perfekt in Szene gesetzt und traf mit einem Handgelenkschuss unter die Latte zum 0:1. In der Folge hatten die Markgrafen weitere vielversprechende Möglichkeiten, verpassten es jedoch nachzulegen. Die besten Chancen dazu hatten Max Arnawa mit einem Alleingang und Tim Söldner im Konter, doch Heckenberger hielt seinen Kasten beide Male sauber.
Zu Beginn des zweiten Drittels schlugen die Devils eiskalt zurück. Jakub Bernad nutzte einen Konter und traf durch die Beine von Schnierstein zum 1:1 (23.). Das Spiel blieb weiter offen, mit hohem Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Die Eisbären hatten mehrere gute Gelegenheiten, unter anderem bei angezeigter Strafe und im Powerplay, doch der Puck sprang jeweils nur knapp am Ulmer Tor vorbei oder Heckenberger war zur Stelle. Auch Ulm blieb weiter brandgefährlich, während Schnierstein mehrfach stark parierte. In der 38. Minute fiel dann dennoch die Führung für die Gastgeber: Martin Podesva zog ab, Schnierstein hatte keine Sicht und der Puck schlug oben zum 2:1 ein (39.). Kurz vor der Pause scheiterte Emil Malysjev noch am Ulmer Schlussmann mit der Rückhand. Es blieb beim knappen Rückstand im hartumkämpften Derby.
Das Schlussdrittel begann wie schon in den ersten beiden Abschnitten mit viel Tempo und das Spiel ging von der einen in die andere Richtung. Schnierstein zeigte direkt einen Bigsave, auf der Gegenseite vergaben Gäbelein und Zachar gute Möglichkeiten. Burgau drückte auf den Ausgleich, spielte sich zeitweise fest, doch Ulm nutzte erneut eine ihrer Chancen: Ludwig Danzer traf mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 3:1 (46.), indem der Puck erneut durch viel Verkehr vor dem Tor den Weg ins Netz fand. Die Eisbären steckten nicht auf und kamen in der 48. Minute mit dem Anschlusstreffer zurück. In einem 2auf1-Konter legte Ballner quer auf Paakkola, der sicher zum 3:2 einschob. In der Folge nahm der offene Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten seinen Lauf. Burgau hatte mehrfach den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte jedoch erneut an sich selbst oder Heckenberger. In der 56. Minute entschied Ulm die Partie: Jakub Bernad bekam einen Abpraller auf den Schläger und schob zum 4:2 ein. Burgau nahm Schnierstein vom Eis, konnte den Anschlusstreffer jedoch nicht mehr erzielen. Stattdessen traf Alexander Rudkovski zwei Minuten vor Schluss ins leere Tor zum 5:2-Endstand.
Die Eisbären zeigten über weite Strecken wieder eine engagierte und kämpferische Leistung, ließen jedoch zu viele hochkarätige Chancen ungenutzt, während Ulm seine Möglichkeiten effizienter nutzte. Am morgigen Sonntag wartet nun das erste Heimspiel an der Badstraße gegen Pfaffenhofen, die am gestrigen Tag gegen Buchloe unterlagen. Vor eigener Kulisse soll die passende Antwort folgen.
Endstand: VfE 5:2 ESV (0:1/2:0/3:1) // Strafen: VfE 10 Minuten; ESV 4 Minuten // Zuschauer: 712
Tore:
0:1 -13:51 Schreiner (Ceslik, Söldner) - EQ
1:1 - 22:01 Bernad (Podesva) - EQ
2:1 - 38:15 Podesva (Bernad, Rudkovski) - EQ
3:1 - 45:12 Danzer (Schneider, Tischendorf) - EQ
3:2 - 47:30 Paakkola (Ballner, Zachar) - EQ
4:2 - 55:21 Bernad (Klingler, Rudkovski) - EQ
5:2 - 57:48 Rudkovski (Podesva) - EQ, EN



