Showdown in der Abstiegsrunde
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Für die Eisbären stehen am kommenden Wochenende die letzten beiden Spiele der Abstiegsrunde an und damit die finalen Entscheidungen. Die Ausgangslage ist klar und zugleich ungünstig für die Mindelstädter. Die Markgrafen müssen beide Spiele nach der regulärer Spielzeit gewinnen, um noch eine Chance auf den direkten Klassenerhalt zu haben. Gleichzeitig darf Buchloe in seinen beiden verbleibenden Partien keinen Punkt mehr holen. Gelingt dieses Szenario nicht, geht es in die Playdowns. Für diese wäre es jedoch enorm wichtig, noch am EC Pfaffenhofen vorbeizuziehen, um sich zumindest das Heimrecht für das Playdown-Halbfinale zu sichern.
Am morgigen Freitag gastieren die Eisbären um 20:00 Uhr beim EC Pfaffenhofen. Die Oberbayern belegen aktuell Rang drei der Gruppe mit vier Punkten. Ihre bisherigen Ergebnisse in der Abstiegsrunde: eine 1:4-Niederlage gegen Buchloe, ein 5:2-Auswärtssieg in Burgau, eine 2:7-Schlappe in Ulm sowie zuletzt zuhause an der Ilm ein 2:3 nach Verlängerung zuhause gegen die Devils. Offensiv ragen bislang Lukas Ullmann (4 Tore, 1 Assist) und Robert Neubauer (5 Assists) heraus, dahinter folgen Anton Seidel, Jakub Vrana und Jan Tlacil mit jeweils vier Scorerpunkten (1T/3A). Für die Eisbären gilt es, im Vergleich zum Hinspiel ein völlig anderes Gesicht zu zeigen. Damals fehlte es an Konsequenz und Durchschlagskraft. Beides wird in Pfaffenhofen zwingend notwendig sein, um die eigenen Chancen auf Rang zwei und drei zu wahren. Für alle Fans zuhause wird die Partie live auf SpradeTV übertragen.
Am Sonntag wartet zum Abschluss der Abstiegsrunde das Heimderby gegen die VfE Ulm/Neu-Ulm Devils (Spielbeginn 18:00 Uhr). Die Ulmer haben mit vier Siegen aus vier Spielen den Klassenerhalt bereits sicher, werden den Eisbären jedoch garantiert keinen Derbysieg schenken. Schon im Hinspiel zeigten die Markgrafen trotz der 2:5-Niederlage eine starke Leistung, ließen jedoch erneut zu viele gute Chancen ungenutzt. Genau darin liegt über die gesamte Abstiegsrunde hinweg die größte Baustelle: die Chancenverwertung.
Positiv ist jedoch, dass sich die Eisbären in den Special Teams deutlich gesteigert haben. Mit einer Powerplayquote von rund 33 Prozent stellen sie den besten Wert aller acht Teams der Abstiegsrunde und haben ihre Quote aus der Vorrunde damit verdoppelt. Auch in Unterzahl präsentiert sich Burgau stark verbessert: Die Erfolgsquote liegt bei fast 92 Prozent kein Gegentor zu erhalten. Nur Ulm und Amberg stehen hier mit 100 Prozent noch besser da. Torgefährlichster Spieler der Eisbären in der Abstiegsrunde ist bislang Mikko-Matti Paakkola mit vier Treffern und einer Vorlage, gefolgt von David Ballner mit einem Tor und vier Assists.
Für die Eisbären ist klar: Es gibt keine Ausreden mehr. Zwei Spiele bleiben, um entweder noch den direkten Klassenerhalt möglich zu machen oder sich zumindest eine bestmögliche Ausgangslage für die Playdowns zu sichern. Dafür braucht es Leidenschaft, Disziplin und die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Jetzt zählt nur noch, was auf dem Eis passiert.



