Chancenverwertung kostet Eisbären erneut Punkte
- vor 2 Tagen
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Im gestrigen Heimspiel gegen den ESV Buchloe mussten sich die Markgrafen mit 2:5 (2:2/0:2/0:1) geschlagen geben. Vor 720 Zuschauern, mit vollen Fanblöcken auf beiden Seiten, bot sich den Fans ein temporeiches, aber aus Burgauer Sicht bitteres Spiel.
Burgau trat mit dem gleichen Lineup wie am Freitag an, im Tor stand erneut Gustavs Samitis. Buchloe reiste mit 17 Feldspielern an, Dieter Geidl hütete ebenfalls wieder das Tor der Pirates.
Die Eisbären taten sich zu Beginn schwer, ins Spiel zu finden. Buchloe kam früh zu Abschlüssen. So waren es auch die Freibeuter, die zuerst durch eine sehenswerte Einzelaktion von Mateo Cabral in eigener Unterzahl auf die Anzeige kamen. Mit einem seltenen „Michigan“-Tor in der 7. Minute, bei dem Cabral die Scheibe auf der Kelle hinter dem Tor aufgenommen und ins obere Eck an Samitis vorbei ins Tor bugsierte, brachte er Buchloe mit 0:1 in Führung. Die Antwort der Eisbären folgte jedoch prompt: Nur sieben Sekunden später verwertete Petr Ceslik im Powerplay einen Abpraller nach Schuss von Vehkakoski zum 1:1. Erneut in einer weiteren Überzahlsituation drehte Burgau das Spiel wenig später, als David Zachar aus spitzem Winkel zum 2:1 traf. Doch auch diese Führung hielt nicht lange: Michal Telesz bekam im Slot zu viel Platz und glich zum 2:2 aus (8.). Das erste Drittel blieb wild, mit Chancen auf beiden Seiten, einigen Burgauer Fehlern im Aufbau, aber auch starken Paraden von Samitis. Mit einem offenen 2:2 ging es in die Pause.
Im zweiten Drittel hatten die Eisbären mehrere Möglichkeiten, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Alleingänge von Zachar und Paakkola, ein Penalty für den Finnen sowie weitere hochkarätige Chancen durch Ballner und Ceslik blieben ungenutzt. Auch in Unterzahl erspielte sich Burgau gefährliche Situationen, scheiterte aber immer wieder an sich selbst und dem Buchloer Schlussmann Geidl. Auf der Gegenseite nutzte Buchloe die Fehler der Gastgeber eiskalt aus: In der 32. Minute kam Telesz im Alleingang, dessen Schuss konnte Samitis noch parieren, doch den Abpraller verwertete Joey Lewis zum 2:3 ins leere Tor. Kurz darauf erhöhte Michal Petrak nach nachlässigem Defensivverhalten der Eisbären auf 2:4. Burgau nahm eine Auszeit, fand offensiv aber weiterhin kein Mittel, um die vielen Chancen in Tore umzumünzen. „Machst du sie vorne nicht, bekommst du sie hinten“ – diese alte Hockey-Weisheit bestätigte sich erneut.
Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären viel, starteten mit einem Powerplay, doch die nötige Konsequenz vor dem Tor fehlte weiterhin. Burgau hatte teils mehr Scheibenbesitz und Druckphasen, kam aber nicht mehr entscheidend zum Abschluss. Als Samitis rund drei Minuten vor dem Ende für einen sechsten Feldspieler vom Eis ging, unterlief den Eisbären im eigenen Drittel ein fataler Fehlpass. Max Arnawa legte Cabral die Scheibe direkt auf, der ins leere Tor zum 2:5-Endstand einschob.
Die Eisbären scheiterten auch an diesem Abend vor allem an ihrer mangelhaften Chancenverwertung. Defensiv leistete man sich in entscheidenden Momenten zu viele Nachlässigkeiten, die Buchloe konsequent bestrafte. Rechnerisch besteht zwar noch eine Chance auf Platz zwei, dafür müssten jedoch am kommenden Wochenende gegen Pfaffenhofen und Ulm jeweils drei Punkte geholt werden und Buchloe dürfte keinen weiteren Zähler mehr sammeln.
Endstand: BUR 2:5 BUC (2:2/0:2/0:1) // Strafen: BUR 12 Minuten; BUC 10 Minuten // Zuschauer: 720
Tore:
0:1 - 06:05 Cabral (Keil, Lewis) - -1
1:1 - 06:12 Ceslik (Vehkakoski) - +1
2:1 - 07:17 Zachar (Malysjev, Ballner) - +1
2:2 - 07:49 Telesz (Keil, Guran) - EQ
2:3 - 31:15 Lewis (Telesz, Krafczyk) - EQ
2:4 - 33:33 Petrak (Orendorz, Lieske) - EQ
2:5 - 58:09 Cabral (Thiel) - EQ, EN



