Entscheidung fällt im Schlussdrittel
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Zum Abschluss der Abstiegsrunde unterlagen die Eisbären den VfE Ulm/Neu-Ulm Devils in einem spannenden Derby mit 4:6 (1:1/2:2/1:3). Vor 871 Zuschauern, darunter rund 150 mitgereiste Ulmer Fans, boten beide Fanlager eine starke Kulisse für ein intensives und temporeiches Derby. Sportlich setzte sich am Ende die höhere Effizienz der Gäste durch.
Personell änderte sich das Lineup im Vergleich zum Freitag nur auf zwei Positionen. Maxi Knittel rückte für David Walter ins Aufgebot. Kapitän David Heinrich fehlte weiterhin krankheitsbedingt, vertreten wurde er auch im zweiten Spiel des Wochenendes von David Zachar. Im Tor stand dieses Mal Gustavs Samitis, Roman Jourkov war sein Backup. Bei den Devils begann der 20-jährige Nikita Manuilov zwischen den Pfosten.
Ulm gewann das Eröffnungsbully und kam früh zum ersten gefährlichen Abschluss durch Dominik Synek. Burgau antwortete durch Makovics und Söldner, ehe Samitis mehrfach stark eingreifen musste. In der 7. Minute gingen die Eisbären in Führung: Nach einer Rückhandflanke von David Zachar in den Torraum verwertete David Ballner den Puck im Lauf per „Baseballschlag“ sehenswert zum 1:0. Nachdem die Zuschauer in der Eishalle am Gsundbrunnenbad eine Woche zuvor schon in den Genuss kamen ein "Michigan-Tor" live sehen zu dürfen, folgte nun auch noch ein "Baseball-Tor". Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. In Überzahl traf Jakub Bernad zum 1:1 (9.). In der Folge hatten beide Teams noch weitere gute Möglichkeiten, doch beide Goalies hielten ihren Kasten sauber.
Im zweiten Drittel erhöhten die Eisbären den Druck. Paakkola hatte gleich mehrere Chancen, Ballner und Radvanyi vergaben aussichtsreiche Möglichkeiten. Doch in Überzahl brachte Mikko-Matti Paakkola sein Team erneut in Führung. Sein Schlagschuss vom äußeren Bullykreis schlug zum 2:1 ein (26.). Doch auch diesmal hielt die Führung nicht lange. Jakub Bernad nutzte einen Abpraller im Powerplay zum 2:2 Ausgleich (27.). Als die Markgrafen die Scheibe nicht aus dem Drittel bekamen, traf Ludwig Danzer mit viel Zeit und Platz zum 2:3 und der erstmaligen Führung für die Devils (32.). Doch auch diese war nicht lange von Bestand. Die Eisbären antworteten noch vor der Pause: David Ballner traf sichtlich glücklich zum 3:3-Ausgleich in der 36. Spielminute. In den Schlussminuten des Drittels hatte Burgau in doppelter Überzahl die Chance, nochmals davonzuziehen, ließ diese Möglichkeit jedoch ungenutzt. Auch weil der junge Nikita Manuilov hier stark parierte.
Im letzten Abschnitt erwischte Ulm den besseren Start. Nach mehreren guten Chancen auf beiden Seiten nutzte Bohumil Slavicek einen Konter zur erneuten Führung für die Devils (49.). Kurz darauf erhöhte Julian Tischendorf sogar auf 3:5 (52.), nachdem Samitis einen Puck nicht festhalten konnte. Burgau war weiterhin bemüht, fand aber nicht die nötige Kaltschnäuzigkeit. Der Ulmer Dominik Synek belohnte sich in der 55. Minute für seinen Einsatz und sorgte für den 3:6 Zwischenstand. Zu Ende war das Derby hier aber noch nicht. Max Arnawa brachte die Eisbären mit einer starken und äußerst sehenswerten Einzelaktion vier Minuten vor Ende noch einmal auf 4:6 heran. In der Schlussphase nahm Coach Fabio Carciola den Torhüter vom Eis und machte Druck, doch der Anschlusstreffer wollte nicht mehr fallen.
Die Eisbären zeigten über weite Strecken eine ordentliche Leistung im Derby, kamen zu vier Toren und mehreren hochkarätigen Chancen. Ulm präsentierte sich im Abschluss jedoch konsequenter und sicherte sich damit den Sieg.
Die Devils konnten sich bereits den Klassenerhalt sichern und sich in die Sommerpause verabschieden, für die Eisbären geht es nun weiter. Am kommenden Freitag startet auswärts in Waldkraiburg das Halbfinale der Playdowns im Modus Best-of-Five gegen die Löwen. (Weitere Infos folgen.)
Endstand: ESV 4:6 VfE (1:1/2:2/1:3) // Strafen: ESV 14 Minuten; VfE 12 Minuten // Zuschauer: 871
1:0 - 06:42 Ballner (Zachar) - EQ
1:1 - 08:17 Bernad (Podesva, Slavicek) - +1
2:1 - 25:15 Paakkola (Ballner, Malysjev) - +1
2:2 - 26:40 Bernad (Klingler, Synek) - +1
2:3 - 31:52 Danzer (Kischer) - +1
3:3 - 35:28 Ballner (Paakkola, Malysjev) - +1
3:4 - 48:22 Slavicek (Klingler, Danzer) - EQ
3:5 - 51:05 Tischendorf (Slavicek) - EQ
3:6 - 54:36 Synek (Slavicek) - EQ
4:6 - 55:47 Arnawa - EQ



