Niederlage in Pfaffenhofen
- vor 2 Tagen
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Im vorletzten Spiel der Abstiegsrunde mussten sich die Markgrafen auch beim EC Pfaffenhofen mit 2:5 (1:1/0:1/1:3) geschlagen geben und müssen damit den Gang in die Playdowns antreten. Trotz eines starken Beginns und zahlreicher guter Möglichkeiten brachten sich die Eisbären durch unnötige Strafen und fehlender Effizienz bei der Chancenverwertung um ein besseres Ergebnis.
Personell fehlten Kapitän David Heinrich und Niklas Dörrich krankheitsbedingt, dafür rückte David Walter ins Lineup, Maxi Knittel war überzählig. Im Tor stand Philipp Schnierstein, Louis Waaßmann fungierte als Backup. Rund 100 der insgesamt 300 Zuschauer im Pfaffenhofener Eisstadion unterstützten die Eisbären lautstark vor Ort.
Burgau startete druckvoll und verbrachte die erste Minute fast ausschließlich im Drittel der Gastgeber. Doch bereits kurz darauf mussten die Eisbären nach einem Stolperer in der Defensive einen 3-auf-1-Konter zulassen, Robert Neubauer traf dabei den Pfosten. In der 3. Minute erhielt der ESV das erste Powerplay und dieses konnte genutzt werden. Nach einem Abpraller von Mikko-Matti Paakkola war David Zachar zur Stelle und traf zum 0:1 (5.). Pfaffenhofen antwortete jedoch wenig später ebenfalls in Überzahl. Nach einer gut ausgespielten Kombination traf Neubauer halbhoch über die Schoner von Schnierstein zum 1:1 (8.). In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel mit gefährlichen Kontern der Gastgeber und mehreren guten Gelegenheiten für Burgau. Großchancen durch Radvanyi und Oppenberger blieben jedoch ungenutzt.
Im zweiten Drittel nahm der Frust der Eisbären zu und durch eine Vielzahl unnötiger Strafzeiten schwand die Disziplin. Zwar verteidigte Burgau einige Unterzahlsituationen stark, kassierte aber in der 30. Minute dennoch das 1:2. Robert Gebhardt verwertete nach einem geblockten Schuss den Nachschuss, der mit viel Glück im hohen Bogen über Schnierstein ins Tor hineinfiel. Nur wenig später kam es zu einem offenen Schlagabtausch zwischen Max Arnawa und Marc Sauer, bei dem Arnawa als Sieger vom Eis ging. Offensiv ließen die Eisbären erneut beste Möglichkeiten liegen. Ballner scheiterte im Alleingang, Gäbelein, Malysjev und Paakkola vergaben ebenfalls in aussichtsreichen Positionen. Hinten verhinderte Philipp Schnierstein mit starken Paraden einen höheren Rückstand. Trotz mehr Spielanteilen konnten die Eisbären nicht bis zur zweiten Pause ausgleichen
Im Schlussabschnitt versuchten die Eisbären nochmal vieles, doch erneut fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Zum Drittelbeginn hatte David Zachar die beste Chance, doch Kornreder vereitelte im letzten Moment. Immer wieder spielten sich die Markgrafen im gegnerischen Drittel fest, aber der Torerfolg blieb aus. Stattdessen traf Pfaffenhofen eiskalt. Jan Tlacil erhöhte nach einem Konter auf 3:1 (47.). In Überzahl legte Neubauer mit viel Glück und einem weiteren Abstauber zum 4:1 nach (51.). Das Tor war ein Spiegelbild des zweiten Treffers. Nach einer Auszeit nahm Burgau den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch auch hier blieben mehrere Großchancen, u.a. durch Ballner und Oppenberger, ungenutzt. Es kam wie es kommen musste und Jan Tlacil traf ins leere Tor zum 5:1 (58.). Den Schlusspunkt konnten aber dennoch die Gäste setzen. Nach einem kuriosen Fehler von Pfaffenhofens Keeper Kornreder konnte Sven Gäbelein noch zum 5:2-Endstand verkürzen (59.).
Die Eisbären scheiterten an diesem Abend vor allem erneut an sich selbst. Zu viele unnötige Strafen und zu viele vergebene Hochkaräter besiegelten das vierte 2:5 Ergebnisse in der Abstiegsrunde. Damit ist klar, dass Burgau ohne Heimrecht in die Playdowns muss. Der Gegner wird der Tabellendritte der Parallelgruppe sein.
Trainer Fabio Carciola zeigte sich nach dem Spiel entsprechend enttäuscht: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben verdient geführt. Ab dem Ausgleich sind wir aber komplett eingebrochen. Wir haben zu kompliziert gespielt, zu viel versucht, während Pfaffenhofen einfach und diszipliniert geblieben ist. Wieder haben wir zu viele Chancen liegen lassen. Man merkt, dass die Jungs frustriert sind und das hat uns heute das Spiel gekostet. Wir müssen unser Spiel wiederfinden und intensiv daran arbeiten.“
Die letzte Chance die Abstiegsrunde mit einem positiven Ergebnis zu beenden haben die Eisbären am morgigen Sonntag um 18:00 Uhr im Derby zuhause gegen die Devils aus Ulm.
Endstand: EC 5:2 ESV (1:1/1:0/3:1) // Strafen: EC 8 Minuten; ESV 18 Minuten // Zuschauer: 300
Tore:
0:1 - 04:09 Zachar (Paakkola, Ballner) - +1
1:1 - 07:26 Neubauer (Tlacil, Hätinen) - +1
2:1 - 29:08 Gebhardt (Neubauer, Tlacil) - +1
3:1 - 46:29 Tlacil - EQ
4:1 - 50:55 Neubauer (Seidl) - +1
5:1 - 57:34 Tlacil (Gebhardt, Münzhuber) - EQ, EN
5:2 - 58:14 Gäbelein (Söldner, Bartuli) - EQ



