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3:2-Erfolg nach Nervenschlacht in Buchloe

Bild: Harry Schroll
Bild: Harry Schroll

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, einem überragenden Torhüter und lautstarker Unterstützung von den Rängen haben sich die Eisbären Burgau am Freitagabend den ersten Auswärtsdreier der Saison gesichert. Beim 2:3 (0:3/2:0/0:0)-Erfolg in Buchloe machten rund 200 mitgereiste Burgauer Fans die Arena über 60 Minuten hinweg zu einem gefühlten Heimspiel. Selbst Minuten nach der Schlusssirene hallten die Sprechchöre der Eisbären-Anhänger noch durch die Halle als sie mit dem Team feierten.

Die personellen Voraussetzungen waren alles andere als einfach: Max Arnawa, Daniel Bartuli, Anton Schreiner und Roman Jourkov fehlten krankheitsbedingt. Dafür kehrte David Zachar nach überstandener Erkrankung zurück, ebenso Patrick Spingler nach Verletzung. In der Defensive erhielt der 19-jährige Marc Miedl seine Chance und erledigte seine Aufgabe sehr souverän. Sein Debüt in der Bayernliga feierte zudem der 21-jährige Burgauer David Walter, der nun von Senden zurückgewechselt ist. Walter durfte sich neben Petzold und Ceslik präsentieren und zeigte sich bei seinem Einstand mit viel Kampfgeist und Geschwindigkeit. Zwischen den Pfosten stand Philipp Schnierstein, der an diesem Abend zur überragenden Figur werden sollte.


Von Beginn an waren die Eisbären hellwach. Das Tempo war hoch, Chancen gab es auf beiden Seiten, doch Burgau zeigte sich deutlich effizienter. Nach einer ungenutzten Buchloer Überzahl setzte der ESV die ersten Nadelstiche. In der 9. Minute eröffnete Sven Gäbelein nach starkem Antritt und Rückpass von Tim Söldner den Torreigen. Nur wenige Minuten später erhöhte David Ballner nach feinem Zuspiel von Andreas Wiesler und David Zachar per Direktabnahme auf 0:2 (13.). Keine 20 Sekunden später folgte der nächste Wirkungstreffer: Moritz Vehkakoski störte den Spielaufbau der Pirates endscheidend, legte quer auf den freistehenden Tim Söldner, der eiskalt zum 0:3 (13.) vollendete – ausgerechnet der Ex-Buchloer. Pirates-Coach Dominic Weis reagierte mit einer Auszeit, die den Schwung der Eisbären etwas bremste. Dennoch: Es war ohne Zweifel das beste erste Drittel der Saison.


Im zweiten Abschnitt erhöhten die Gastgeber den Druck deutlich. Die Eisbären ließen zunächst weitere Chancen liegen, unter anderem scheiterte Ballner im Alleingang an David Blaschta, der für Buchloe über weite Strecken stark hielt. Die Partie wurde zunehmend härter, Buchloe aggressiver und fand schließlich den Weg zurück ins Spiel. Nach mehreren starken Paraden von Philipp Schnierstein war dieser in der 36. Minute erstmals geschlagen: Mateo Cabral traf im Powerplay zum 1:3. Viel Verkehr vor Schnierstein, der die Scheibe erst spät sah. Nur knapp drei Minuten später sprang ein Schuss des Kanadiers unglücklich über die Fanghand Schniersteins hinweg zum 2:3 (39.) ins Kreuzeck. Die Begegnung nun wieder völlig offen.


Das dritte Drittel wurde zur echten Nervenschlacht. Buchloe drückte über weite Strecken, erspielte sich mehrere Überzahlsituationen und hochkarätige Chancen. Doch immer wieder war Philipp Schnierstein zur Stelle – mit Ruhe, Übersicht und herausragenden Reflexen hielt er sein Team im Spiel. Die Eisbären kämpften um jede Scheibe, warfen sich in Schüsse und verteidigten leidenschaftlich. Egal ob Icing oder Befreiungsschlag, die Zeit musste runtergespielt werden. 90 Sekunden vor dem Ende nahm Buchloe den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch Burgau brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Mit der Schlusssirene brach Extase bei Spielern, Staff und Fans aus. Team und Anhänger feierten diesen emotionalen Sieg noch lange gemeinsam.

Am Ende wurden Philipp Schnierstein und David Blaschta verdient zu den Spielern des Tages gewählt. Für die Eisbären ist es nicht nur der erste Auswärtsdreier der Saison, sondern auch ein wichtiges Zeichen: Der Rückstand auf den ERSC Amberg beträgt nun nur noch zwei Punkte bei fünf verbleibenden Spielen.

Ein Sieg, der Mut macht und zeigt, was mit Einsatz, Zusammenhalt und dieser Fan-Unterstützung möglich ist. Am Sonntag geht es zuhause weiter gegen den EHC Waldkraiburg.


Endstand: Buchloe 2:3 Burgau (0:3/2:0/0:0) // Strafen: Buchloe: 6 Minuten; Burgau: 12 Minuten // Zuschauer: 540


Tore:


0:1 - 08:47 Gäbelein (Söldner, Makovics) - EQ

0:2 - 12:02 Ballner (Wiesler, Zachar) - EQ

0:3 - 12:21 Söldner (Vehkakoski) - EQ

1:3 - 35:41 Cabral (Petrak, Thiel) - +1

2:3 - 38:03 Cabral (Keller, Petrak) - EQ

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